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Geschenke einpacken – Der Versuch einer Twitkrit (Eintrag XXV)

Posted in rechtsfreier Raum with tags , , , on 26. Dezember 2009 by Shumway

Hollera zusamen,

ich weiß. Schon wieder ein Artikel über Twitter (für einige ist das Bloggen über Twitter vergleichbar mit dem Schreiben einer MMS über eine gelesene SMS) aber es gab zum Thema „Geschenke einpacken“ einfach zu viele Tweets, die den gleichen Tenor hatten und die ich gerne einmal in Form einer Twitkrit vorstellen möchte:

Wie jedes Jahr im Kalender fest verankert nähert sich in der letzten Dezember Hälfte das Weihnachtsfest. Was schon in den Supermärkten ab Ende August mit dem Verkauf von Lebkuchen und Spekulatius beginnt, mit dem Geruch von Glühwein, Crêpes und Holzspänen dann ab Ende November auf zahlreichen Weihnachtsmärkten weitergeht und nach verschwitzten, stressigen Einkaufstouren durch überfüllte Innenstädte kurz vor dem eigentlichen Fest seinem Finale entgegenstrebt.

Wer seine Liebsten beschenken möchte (egal ob mit selbst gebasteltem, gekauftem oder bestelltem Hab und Gut) steht, sofern er beim Einkaufen nicht so schlau gewesen ist, sich diese Arbeit von fachkundigem Personal abnehmen zu lassen, kurz vor dem Ende – der Bescherung – vor allem als männlicher Vertreter vor dem Geschenkeinpackmonster; einem nahezu unüberwindbaren Endgegner, vor dem ich Euch im Folgenden warnen möchte, damit es keiner auf die Idee kommt, dieses Untier zu unterschätzen.

Ich selber bin mittlerweile überzeugt, dass zum ordnungsgemäßen Verpacken von Geschenken ein besonderes Gen oder zumindest ein Enzym im Körper vorhanden sein muss, um diese körperliche Schwerstarbeit bewältigen zu können (und die Erfahrung zeigt, dass meistens die weiblichen Vertreter der Spezies Mensch diese Veranlagung im Blut haben).

Da Twitter von sehr vielen Leuten gerne benutzt wird, um die alltäglichen Dramen und Ereignisse der Welt (oder zumindest dem persönlichen Gefolge) mitzuteilen, hat es auch zum Thema „Wie verpacke ich ein Geschenk“ einige interessante Beobachtungen gegeben, die uns allen eine Lehre sein könnten.

Meinereiner hat einfach das Ergebnis der Tesafilm- Geschenkpapier-Orgie als Kunst deklariert und mal rundgefragt, wie die anderen es mit dem Aufhübschen der Präsente so handhaben:

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In Bonn gibt es männliche Mitbürger wie den Herrn PlanC_, die beim Einpacken unweigerlich an Kunst denken auch wenn diese nicht als Vergleich zur Hervorhebung der eigenen gestalterischen Fähigkeiten herangezogen wird:

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DerClemens ist ein weiterer männlicher Zeitgenosse, welcher sich Gedanken um die technischen und normativen Gegebenheiten, die dem Vorgang des Einpackens zu Grunde liegen macht und darüber hinaus wertvolle Tipps bereithält, was zu beachten ist, wenn man dem Beschenkten wirklich eine Freude machen will:

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    Da es anscheinend wirklich von Nöten ist, hier noch ein weiterer Hinweis von DaggyO , wie man als Einpack-Legastheniker nicht nur ein optisch ansprechendes, sondern auch noch ein praktisches Ergebnis erzielt:

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    Aber nicht nur die männlichen Repräsentanten der Spezies Mensch plagen sich mit dem vorweihnachtlichen Stress mit Papier, Schleife, Tesafilm und Schere herum. Die handwerklich begabte n303n hat für uns alle auch drei hilfreiche Anmerkungen parat:

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    Aber bevor Ihr nun alle denkt, dass Ihr für das nächste Mal gewappnet seid, alles über die Tücken und Fallstricke des Geschenkeverpackens wisst und der Meinung seid, auch schon vorher Experten auf diesem heiklen Gebiet gewesen zu sein, möchte ich Euch noch folgenden Tweet von Amaot ans Herz legen, der zeigt, dass manchmal eine höhere Macht im Universum daran Schuld sein muss, dass viele Menschen – vorzugsweise männlichen Geschlechts –  lieber Geschenke unverpackt überreichen sollten:

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    Ich hoffe, Ihr zieht daraus die einzig wahre Lehre und lasst demnächst jemanden die Geschenke verpacken, der sich damit auskennt oder einfach nur ein Talent für diese knifflige Tätigkeit besitzt, denn seid gewarnt: Auch wenn bis zum nächsten Weihnachtsfest noch über 360 Tage Zeit bliebt, malträtieren uns Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen und andere Festlichkeiten das ganze Jahr über mit Geschenken und dem Fluch, die einpacken zu müssen.

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    ein sich nun mit einer Decke einpackender und mit Buch ins Bett packender Ausserirdischer