Archiv für Lesen

Twitterjuwelen – meine Favoriten – Teil 2 (Eintrag XXI)

Posted in rechtsfreier Raum with tags , , on 15. Oktober 2009 by Shumway

Hollera zusammen

Nach längerer Zeit, wollte ich noch einmal ein paar Highlights aus meinen Twitterfavoriten hier festhalten.

Wer Twitter nicht kennt und / oder weitere (ältere) Highlights lesen will, der möge zuerst hier nachlesen.

Noch einige Bemerkungen vorweg.

Die einzelnen Tweets dieser Sammlung sind allesamt aus dem Monat Juli ’09 oder noch älter.

Da es gerade aus dem Bereich Alltagsbeobachtungen sehr viele Tweets (die auch komplett jünger als August ’09 sind) vieler unterschiedlicher Twitterer in meiner Liste vorhanden sind, habe ich diesen Bereich diesmal komplett weggelassen (klingt logisch, oder?), um ihm baldigst einen eigenen Blogartikel zu widmen (Jetzt klingt es aber wirklich logisch, oder? Oder?).

Auch ohne die (älteren) Alltagsgeschichten und ohne die aktuellen 140-Zeichen-Geschichten in meiner Favoritenliste sind es diesmal weitaus mehr Zeilen als bei der Juwelenschau Teil1. Darum habe ich mich nicht auf 50 einzelne Geistesblitze beschränkt, sondern die meiner Meinung nach würdigsten Tweets aus dem Zeitabschnitt bis zum 01. August diesen Jahres (passend zu den hier vorgestellten Kategorien) von 50 verschiedenen Twitterern hier zusammengetragen.

Wann die aktuellen Tweets der Favoriten-Liste ihren Weg hier in die Blogwelt schaffen liegt an der von mir erreichten Frequenz des Erstellens neuer Artikel.

Getwitter über Twitter

  • Glotzen Eure Freunde eigentlich auch immer so blöde, wenn Ihr Eure Lieblingstweets erzählt?
  • Twitter ist bloggen für Blogger mit Sehnenscheidenentzündung.
  • Die Apocalypse ist nah, @Helmut_Lotti ist auf Twitter. o_O
  • Followfriday ist übrigens der Tag, an dem man neue Follower durch Empfehlung anderer bekommt und wieder verliert, sobald man etwas twittert
  • Wieso abonnieren mich eigentlich Porno-Fakeaccounts, sobald ich Gedichte verlinke? Ich bin gerade zartfühlend, ihr WICHSER!

  • Die ganzen Wichtigtuer, die nach dem Geschäftsmodell von Twitter fragen, sollen mir erstmal das von Opel erklären.

Skurilles

  • Ich hab Ketchup in meiner Eule.
  • Zählt eigentlich bei „Stadt Land Scheidungsgrund“ beim Buchstaben „M“ in der Kategorie „sexuelle Vorlieben“ auch „Motherfucker“?
  • Muss mir eine Nagelschere kaufen: Werde langsam zu ungelenk, um mir die Fußnägel abzukauen. #dasAlter
  • kraule gerade eine schnurrende weiße Katze auf meinem Schoß… jetzt fehlt mir nur noch ein Todesstrahlelsatellit!
  • Merke: gut ausgeprägte Cellulitedellen schaffen Stauraum für Handy und Lippenstift und machen Handtaschen überflüssig.
  • hm, soll ich dem Blinden sagen, dass ihn sein Blindenhund gerade in den U-Bahn-Tunnel führt? Oder hört er das Kichern des Tieres selbst?
  • Drückerkollonen verteilen gar keine Unarmungen. Und sobald man ne Tür umarmt auf der DRÜCKEN steht wird man schief angekuckt. Herzlos!
  • Ich habe gerade anhand einer Formel, mit der man auch die Existenz Gottes nachweisen kann, herausgefunden, dass… ach egal.
  • Diese Unterhose macht so viele Comebacks – ich habe sie Barbra Streisand getauft.
  • Erste Erfolge als Sänger-Imitator:Linkes Nasenloch zuhalten-Green Day.Rechtes Nasenloch zuhalten-Placebo.Beide-Jan Delay
  • Da flog gerade ein warzenschweingroßes Insekt an meinem Ohr vorbei. Ich glaube, es hat gewunken.
  • Als Kind dachte ich, der Mond frisst die Sterne auf, heute weiß ich, dass LSD nichts für Kinder ist.
  • Merke: Unter der Dusche sollte man nie Geige spielen – die Notenblätter werden nass!
  • I am the God of Hellfire, and I bring you…Motten????
  • Autodiebstahl wird unmöglich, wenn man nach dem Parken das Benzin absaugt und in zwei großen Plastikeimern mit sich trägt.
  • irgendwie würd ich gern time machine und meine küche zusammentüdeln. ich weiss, dass es da mal einen zustand gab.. der..
  • Mein Früchtemüslihersteller beschäftigt Trompe-l’œil-Maler, die Holzspäne in Apfelstückchen umarbeiten. Deshalb war es wohl auch so teuer.
  • „Mein Kampfname ist der Lurchwürger von Wermelskirchen“, Klaus (18) onaniert aus     Zeitmangel immer zu Speed-Metal.
  • Die 327 blauen Flecken haben weder mit Tollpatschigkeit noch SM zu tun. Das ist Camouflage, damit ich im Dunkeln im Wald nicht so leuchte.
  • Gibt es denn Tiere, die Geschirr spülen? So ein Schimpanse vielleicht. Immerhin gibt es Lawinenhunde. Geschirr ist immer, Lawine nicht.
  • Himmel gelb und die Nachbarn nageln die Fenster zu. Den Schamanengrundkurs „Regenausdruckstanz mit Südfrüchten“ habe ich wohl bestanden.
  • Habe beschlossen, 16 Jahre vor meinem Tod mit dem Rauchen anzufangen. Hoffentlich ist es nicht schon zu spät, Rauchen verkürzt ja das Leben.

Kalauer & Wortspiel

  • „Hot Chick Dude“… ahhh Brathähnchenverkäufer!
  • Filzstift, der = Jungpolitiker
  • Passanten aus dem zweiten Stock wahllos mit Frikadellen bewerfen: Russisch Boulette.
  • Der Tod ist die Endtäuschung des Lebens
  • Es gibt unschöne Szenen, wenn man sich beim Schäfchen- versehentlich einen Wolf zählt
  • Sie nannte es die Tetris-Lektion: Du kannst es drehen und wenden wie du willst, am Ende wirst du verlieren.
  • Man weiß nicht, wo man zuerst wegschauen soll.
  • Heute habe ich Schnitzel mit Spargel und Spiralnudeln in Sahnesoße gegessen. Ich fürchte, ich bin S-süchtig.
  • Ich muss der Wahrheit immer auf die Brüste starren.
  • Dies ist ein Augenblick von hysterischer Bedeutung.
  • „drei schritte vor und zwei zurück.“ – „ist das ein vorwurf?“ – „nein, tango.“
  • betretene minen.
  • Dieses Gezerre! Erst zieht der Tee, dann drückt die Blase. Und wieder von vorne. Und wieder und wieder.
  • Wahnsinn, wie schnell die Gegenwart zur Vergangenheit wird. Da, schon wieder!
  • fee getroffen, leider schwerhörig. statt zwei millionen in kleinen scheinchen, habe ich jetzt zwei melonen und kleine schweinchen.
  • alle alphabetisch angeordnet der deutschen eines Satzes sollten Sprache Vereinfachung werden Wörter Zur
  • Hmm… „Bären auf Binden“ ist eigentlich ne ’süße Idee‘ für Camilla und die Zielgruppe jener Frauen ab 35, die Stofftiere am Rucksack haben.
  • Erste Forderung der Kuschel-Aliens nach ihrer Landung: „Bringt mich zu eurem Anfühler!“
  • Muss man jetzt eigentlich auch als Verkehrspolizist Angst haben, dass man irgendwann auf der Straße steht?
  • Sommer ist wasserlöslich.
  • Obi-Wahn.
  • Menschen mit Resignationshintergrund.
  • Den toten Vogel frisst der Wurm
  • hirn, wirf gott vom himmel!
  • Abendbrotplanung abgeschlossen. Nach all den Fleischgelagen der letzten Tage mal was vegetarisches. Nehmen jetzt Hähnchen. Frisch gepflückt.
  • genie und wahnsinn liegen dicht beieinander – und was ist, wenn sie dabei liebe machen?
  • Like a surgeon, cut for the very first mime! (Absichtlich falsch mitsingen zwecks Indenwahnsinntreiben.)
  • Yes, wee kend!
  • Heute gelernt: Die Typen die in Tarnklammotten durch die Stadt rennen um aufzufallen werden passenderweise „OxyMorons“ genannt.
  • Schöner Autofahren dank Kunstrasen.
  • Der, den ich neben mir laufen habe, erzählt mir gerade, dass er einen neben sich laufen hätte, der einen neben sich laufen hat#wasn Gedränge
  • Habe mir eine Bad Bank gekauft. Der Spiegel hing zu hoch.
  • Ich trinke regelmäßig Phosphor, um meinen Mitmenschen ein leuchtendes Vorbild zu sein.
  • Little-known fact: every time Mariah Carey sings „I’ll Be There,“ she’s talking about an all-you-can-eat buffet.
  • Mühsam ernährt mich das Eishörnchen.
  • Meine Stärken: Aufzählungen
  • Grammatik gelernt bei Yoda du hast!
  • Keine Macht dem Dogen! (altes venezianisches Protestplakat)
  • Die Hornhautraspel funktioniert trefflich, mindert aber die Sehkraft.
  • Badspiegel falsch herum aufgehängt: sehe nur meinen Hinterkopf.
  • Wenn Puppen grillen: Barbiecue.
  • Kichererbsen und Weintrauben sind voll das Emo-Gemüse bzw Obst.
  • Befinde mich in einem Kaum-Zeit-Kontinuum.
  • Nach einigen englischen Bieren fühlt man sich plötzlich richtig ale-oquent.
  • Man soll nicht pessimistisch sein. Pessimismus hilft doch sowieso nicht!
  • „Du machst doch nie Komplimente.“ „Du bist ein aufmerksamer Beobachter.“ „Dank… Hey!“
  • Die neuesten Trends aus dem Baumarkt: Brett à porter.
  • „Hände hoch oder ich näh‘ Euch Mieder!“
  • Es besser wissen und doch nicht zu ändern, ist der Weg zur dunklen Seite der Machbarkeit mein junger Praktiwan!
  • Ich stehe schon den ganzen Tag neben mir, weil es hier nur einen Stuhl gibt.
  • <aamP> ich hab meine beiden goldfische „einer“ und „zwei“ genannt <aamP> wenn einer stirbt, hab ich immer noch zwei =)) #lol #fb
  • Die großen Themen unserer Zeit: Ich, Krieg, die Krise.
  • 69 ist eine Stellung, 68 nur ’ne Haltung.
  • Krass, mein Notebook hat eine Eurovision Song Contest Taste. #esc
  • Bett ➪ Bad ➪ Bus ➪ Bahn ➪ Büro ➩ Bahn ➩ Bus ➩ Bad ➩ Bett. Bullshit.

Politik & Wirtschaft

  • Die Verleihung des hessischen Kulturpreises für Toleranz und Dialog scheitert an Intoleranz und Unfähigkeit zum Dialog der Preisträger.
  • Jedes Mal wenn Rüttgers „unscher schpetschiefischesch Schotschialschüschtem“ sagt, sollten 9 arbeitslose Logopädinnen Jobgarantien erhalten.
  • Der Papst hat ein gebrochenes Handgelenk? Naja, so ganz ohne Frau musste er sich ja irgendwie behelfen. Man soll’s halt nicht übertreiben!
  • 80% aller Fälle von Kindessmisbrauch finden innerhalb der Familie statt. Daher sollte der Zugang zu Familien erschwert werden. #zensursula
  • Ihr werdet euch noch wünschen wir wären Politikverdrossen.
  • Wenn man die Rotation Willy Brandts im Grab nutzbar machen würde, könnte man immerhin sagen, die SPD treibt erneuerbare Energien voran.
  • Nur weil jemand ohne Zögern in eine Krise geführt hat, heißt das nicht, dass er auch einen Weg heraus kennt. #CDU #SPD

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Anmerkung zu den ganzen Tweets:
Wie schon zuvor, habe ich auch diesmal die Tweets hier losgelöst von ihren Verfassern aufgelistet, um einfach die Aussage, weswegen hier ein Sternchen von mir gesetzt worden ist hervorzuheben. Die Originalzitate gibt es ja nach wie vor in meinen Twitterfavoriten.

Hier zur Vollständigkeit eine Aufzählung mit allen an diesen oben genannten Zitaten beteiligten Leuten, inklusive dem Link zu dem jeweiligen Twitteraccount:

343max, AdamsAlexander, Amaot, ausserirdischer, bit2bit, blogwart, booldog, DaggyO, derWebarchitekt, domfah, Epitymbidia, Euphoriefetzen, fakirsessel, fancyfranz, formschub, function, gebenedeite, haekelschwein, HappySchnitzel, herr_ad, HilliKnixibix, Ingeborch, joshvonstaudach, JoSilberstein, kcpr, litchi7, minouu, Mlle_Amandier, moeffju, Ninifaye, nudelzebra, quasseltwitte, quengelexemplar, ralfheimann, rawr_it, remark, schlenzalot, ScreenOrigami, silenttiffy, Sillium, sixtus, sportsguy33, StefanOsswald, stijlroyal, stricktier, the_maki, tochtervon, Vergraemer, wiejetztaber, xbg

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ein nun die Links der einzelnen Twitterer aktualisiert und somit diesen Post nun auch endlich freigeben könnender Ausserirdischer

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Ein Experiment (Eintrag XIX)

Posted in Leselust with tags , , , on 8. Oktober 2009 by Shumway

Ich hab es getan, jawollja!

OK, bevor nun die ersten wilden Spekulationen hinsichtlich der hinter mir liegenden Aktivität anfangen und in Bereiche vordringen, die besser hier nicht erwähnt werden, möchte ich zusätzlich zu dem (zugegebenermaßen etwas reißerischen) Einleitungssatz in den weiteren Zeilen erläutern, um was es eigentlich geht.

Ich habe mir zum ersten Mal ein Hörbuch zu Gemüte geführt. Wie ich hier bereits erklärt habe, sind meine Lesegewohnheiten ein wenig sonderbar. Bücher werden immer möglichst in einem Rutsch verschlungen, allerdings muss sich dazu vorher bei mir erst einmal eine Art „Leselaune“ einstellen, welche ich nicht direkt beeinflussen oder gar herbeiführen kann. So kann es passieren, dass ich innerhalb einer Woche mehrere hundert Seiten eines Romans oder mehrere Bücher lese, um danach für mehrere Wochen kein einziges Buch auch nur mit dem Allerwertesten anzuschauen, obwohl ich prinzipiell Interesse oder gar Neugierde an der mir noch nicht bekannten Geschichte habe.
Ähnlich wie Künstler oftmals behaupten, dass Sie erst nachdem sie die Muse geküsst hat, kreativ tätig werden können, muss mich anscheinend erst die Lesewut packen, eh ich mich wirklich mit neuem Lesestoff beschäftige.

Mittlerweile ist es üblich geworden, dass zu jedem aktuell erschienenen Buch aus dem Bereich der Unterhaltungsliteratur innerhalb kurzer Zeit eine  Hörbuchversion auf dem Markt erhältlich ist, in denen mal mehr und mal weniger talentierte / bekannte Sprecher den niedergeschriebenen Worten und Sätzen Leben einhauchen und das Buch konsumentenfreundlich vorlesen. Da die meisten Sprecher in Deutschland auch als  Synchronsprecher für Hollywoodproduktionen tätig sind, kann man sich manchmal einbilden, dass es tatsächlich Jodie Foster, Nicholas Cage oder Johnny Depp sind, die einem die Geschichte hier über den Weg des Gehörgangs schmackhaft machen.

Bisher habe ich mich mehr oder weniger standhaft geweigert, diese Form des (Vor)lesens auszuprobieren, hauptsächlich aus dem Grunde, dass ich nach mehreren aufmerksamen Minuten des intensiven Lauschens irgendwann nicht nur den Faden sondern die komplette Fähigkeit zur Konzentration verliere und nichts mehr mitbekomme oder direkt einschlafe (einige Erfahrungen mit dem noch immer andauernden Versuch, die 42 Teile der John Sinclair 2000 Hörspielreihe einmal durchzuhören, belegen, dass es oftmals kaum möglich gewesen ist, länger als 30 Minuten wach zu bleiben).

Trotzdem blieb die Neugierde, doch mal zu versuchen ein ganzes Hörbuch durchzuhalten. Im Bekanntenkreis hat man mich auch immer wieder ermutigt, es einfach zu versuchen. Einige hören Bücher anstatt Musik bei längeren Autofahrten, andere während sie Kreuzworträtsel lösen oder sich in Handarbeitskünsten üben. Nach längeren mehr oder weniger subtilen Hinweisen, dass die Buchreihe der Tintenwelt von Cornelia Funke dank des Sprechers Rainer Stecker ein sehr gelungenes Hörbuch sei und sich somit als Hörbuchtest bzw. als Einstieg sehr gut eignen würde, habe ich es dann diese Woche versucht.

Das erste Buch Tintenherz bringt es gelesen auf 16 CDs. Nachdem diese auf dem Rechner waren und der kabellose Kopfhörer auf Vordermann gebracht worden war, habe ich Montag Abend begonnen, mein erstes richtiges Hörbuch in Angriff zu nehmen. Auf der Couch sitzend, ohne weitere Beschäftigung habe ich an diesem Abend nicht einmal die Hälfte der ersten CD gemeistert, eh mich – fast erwartungsgemäß – der Schlaf übermannt hat.

Am Dienstag hatte ich aus unerfindlichen Gründen keine besonders gute Laune und beschloss daher, schon recht früh die anderen normalen Abendaktivitäten einzustellen und mich noch einmal dem Hörbuch zu widmen. Da ich nicht wollte, dass ich nach kurzer Zeit wieder ins Land der Träume wegdämmerte, überlegte ich, welche Tätigkeit man auf der Couch fläzend nachgehen kann, die nicht zu viel Hirnschmalz verlangt, so dass man sich auf das gespochene Wort des Hörbuchs konzentrieren kann aber einen gleichzeitig davon abhält, einzuschlafen.

Ich habe mich fürs Daddeln (Auch Zocken genannt) auf der Playstation entschieden. Tomb Raider Anniversary ist nicht sonderlich anspruchsvoll, kann  problemlos ohne Ton gespielt werden und ist soweit bekannt, dass man nicht unnötig viel Konzentration zum Durchspielen benötigt. Die Kombination Playstation und Hörbuch hat sich als sehr passend herausgestellt, so dass ich Dienstag bis spät in die Nacht noch gebannt der Stimme aus den Köpfhörern lauschen konnte, während Lara Croft gleichzeitig durch Peru kraxelte. Ich war tatsächlich gefesselt. Ein Gefühl, dass ich nur zu gut vom Lesen einer spannenden Geschichte kannte.

Den Mittwochabend habe ich dann mit einigen Pausen fast vollkommen dem Hörbuch (und Lara) gewidmet und erst dann aufgehört, als die Sonne am Donnerstag (heute früh) bereits vorsichtig durch die Fenster geblinzelt hat.

Heute Abend war dann dann der letzte Teil des Hörbuchs dran. Nun sind 16 CDs gehört und ich kenne die komplette Geschichte des Buches ohne auch nur eine einzige Seite davon gelesen zu haben. Ein etwas seltsames aber keineswegs  unbequemes Gefühl.

Zum (Jugend)Buch an sich möchte ich an dieser Stelle gar nicht viele Worte verlieren, da es eine recht einfache, an manchen Stellen unlogische aber alles in allem schöne Geschichte ist. Dank des sehr guten Sprechers, der es – ohne sich theatralisch zu verstellen – geschafft hatte, allen handelnden Personen eine eigene, unaffektierte Sprechweise zu verleihen, war ich die ganze Zeit über mit dem geistigen Auge inmitten der Geschichte und dem dort stattfindenden Kampf zwischen Gut und Böse. Sehr zu meinem Erstaunen, da ich keine helfenden Buchstaben, Silben, Worte und Sätze direkt vor den Augen hatte und zusätzlich noch nebenbei die meiste Zeit den Controller der  Playstation umfasst gehalten und Lara Croft weiter durch Griechenland und Ägypten gehetzt habe.

Fazit:
Das Experiment Hörbuch ist gelungen. Mit der richtig dosierten Ablenkung (Essen kochen, Wohnung putzen funktionieren neben dem Zocken auch wunderbar) und einem guten Sprecher macht es kaum einen Unterschied, ein Buch lesend oder hörend zu verschlingen und somit stellt ein Hörbuch eine gleichberechtigte Alternative zu einem selber gelesenen Buch dar.

Allerdings habe ich auch hier festgestellt, dass mein Gehirn die gleichen Kapriolen schlägt, wie beim Lesen eines Romans. Ich bin offensichtlich nicht in der Lage, eine Geschichte scheibchenweise aufzunehmen. Dies werde ich beim nächsten Hörbuch dann berücksichtigen, um meinen Körper und meine Umwelt nicht unnötig durcheinander zu bringen.

ein heute weder zum Einschlafen lesender noch Geschichten lauschender Ausserirdischer

Twitterjuwelen – meine Favoriten – Teil 1 (Eintrag X)

Posted in rechtsfreier Raum with tags , , on 31. Juli 2009 by Shumway

Hollera zusammen

Twitter, immer wieder Twitter …

Diese Mitmachwebplattform ist wohl der haupsächliche Grund dafür, dass ich hier gar nich so regelmäßig Sachen nierderschreibe, wie ich eigentlich möchte. Es ist einfacher ein paar Tweets als einen Blogeintrag zu verfassen. Warum? Die Zeichenobergrenze für die Twitternachrichten (die sogenannten Tweets), die noch einschränkender als bei einer normalen Kurzmitteilung vom Mobiltelefon aus ist, liegt bei maximal 140 Zeichen. Da hat man schnell mal ein paar Buchstaben getippt und erhält sogar noch recht schnelles Feedback.

Allerdings liegt genau in dieser Zeichenbegrenzung nicht nur der Segen, sondern  auch der Fluch, mit dem Twitter-User zu kämpfen haben. Wer nämlich die Zeichengrenze überschreitet, müsste dazu zwei oder gar mehrere Nachrichten hintereinander posten. Dies ist theoretisch möglich, ist aber in den Augen von vielen Twitternden genauso sinnig, wie einer Person zwei aufeinanderfolgende SMS zum gleichen Thema zu schicken.

Demnach liegt die Kunst darin, genau mit einem Tweet eine Aussage zu verfassen, die für sich alleine steht (Im besten Fall von anderen weiterverbreitet (Re-Tweet) und / oder als Favorit (Fav) markiert wird .
Bedingt durch diese Problematik / Aufgabe wird an manchen Tweets sprachlich und hinsichtlich der Zeichensetzung so lange experimentiert und gefeilt, bis sie in das entsprechende Format gepresst sind. Erstaunlich ist, dass für die unterschiedlichen Bereiche des täglichen Lebens unter der Prämisse der 140 Zeichen so viele herrliche, und erhaltenswerte Tweets entstehen.

Jeder Twitteruser hat die Möglichkeit, Favoriten anzulegen. Diese verniedlicht und verkürzt genannten Favs beinhalten also die persönliche Essenz der täglich bei seinem Account eintrudelnden Nachrichten. Da man selber bestimmen kann, welche Tweets einem als würdig genug erscheinen, um zu den Favoriten hinzugefügt werden, sehen diese Favoritenlisten bei den einzelnen Twitterusern sehr unterschiedlich oder bei ähnlichem Geschmack auch sehr gleich aus.

Die einen packen sich politisch relevante Beiträge, Links zu Artikeln, Bildern oder Videos, Kochrezepte, Bilder, Prominews, Tiergeschichten, etc. in Ihre Liste, jedoch liegt mein Hauptaugenmerk beim Favorisieren hauptsächlich auf sehr lustigen Alltagsbeschreibungen. Kalauern, Wortspielen und Skurrilitäten bin ich auch nich abgeneigt. Da ich immer weiter Tweets zu meiner Favoritenliste hinzufüge, möchte ich hier den Blog nutzen, um abseits von Twitter auf einen Teil der älteren Perlen aufmerksam zu machen und sie somit zusätzlich zu archivieren.

Genug getippt, hier nun ein Auzug (Teil 1 umfasst 50 meiner Lieblings-Tweets) aus meiner Favoritenliste:
(Hinweis für Nicht-Twitter-User das Rautezeichen vor einem Begriff bezeichnet man als Hashtag (und Nein, das hat nicht mit zu legalisierenden Drogen zu tun). Mit Hilfe dieses Zeichen werden einzelne Tweets verschlagwortet. Beim Lesen einfach das #-Zeichen mit einem „zum Thema“ ersetzen)

Politik & Wirtschaft

  • Nur weil jemand ohne Zögern in eine Krise geführt hat, heißt das nicht, dass er auch einen Weg heraus kennt. #CDU #SPD
  • 80% aller Fälle von Kindessmisbrauch finden innerhalb der Familie statt. Daher sollte der Zugang zu Familien erschwert werden. #zensursula
  • Die ganzen Wichtigtuer, die nach dem Geschäftsmodell von Twitter fragen, sollen mir erstmal das von Opel erklären.
  • Die Verleihung des hessischen Kulturpreises für Toleranz und Dialog scheitert an Intoleranz und Unfähigkeit zum Dialog der Preisträger.

Kalauer & Wortspiel

  • meine mutter meinte, ich müsse mehr unter die leute. twittere jetzt aus dem keller.
  • Ich glaub‘, ich muss bald ein Visum bei der Hiobsbotschaft beantragen.
  • die erde ist eine scheiße.
  • „Die Zeit ist gekommen!“ „Schon wieder? Der Raum hat es echt drauf!“
  • „Es geht doch nichts über kaltes, klares Wasser.“ „Äh, doch! Jesus.“
  • Ich werde jetzt einen Fuß vor die Tür setzen. Vielleicht auch zwei, damit es nicht so albern aussieht.
  • Manchmal ist eine Demo nur einen Steinwurf entfernt.
  • Seltsames Gefühl, wenn man im Supermarkt Kondome kauft und an der Kasse gefragt wird, ob man Treuepunkte sammelt.
  • Schießen Indianerkinder eigentlich mit Veilchen?
  • Warum heißen grüne Oliven eigentlich grüne Oliven und nicht olive Oliven?
  • Mit der Zeiht gewöhnt man sich zu ser an die automaschite Rechtschreibkorekktur und vermist sie blötzlich…
  • Auf BR ein Film mit Gaby Dohm. Dohmsday.
  • Merke: „Tweed” vs. „Tweet” – eins davon ist ein Wollstoffgewebe.
  • Alles für ’n #apple und ’n #i heute.
  • heute nacht mit der taschenlampe auf der sonnenuhr nachgesehen, wie spät es ist. bin mir jetzt sicher: zeit ist relativ subjektiv.
  • den tag anprobiert. er ist mir ein bißchen zu groß. schlabbert um die hüften. muss unten gekürzt werden.

Alltagsbeobachtungen

  • meine bisher so solide ordnungstechnik für wichtige unterlagen (ein stapel) stößt an ihre grenzen.
  • Der Zusatz all you can eat weckt immer den pac man in mir.
  • Sign that life might be handing me lemons: the direct-target ad on my gmail is for GetYourExGirlfriendBackdotcom.
  • „Buena Vista Social Club“-Nacht im Restaurant gegenüber. Klangholzspieler musiziert wie ein hackendudeldichter Buntspecht.
  • Das hat man nun vom flächendeckenden DSL in Deutschland: Man beschäftgit sich wieder mit der Familie.
  • dieser verdammt scheißstaubsauger. nur kurven im rohr. das ding soll saugen und nicht bei germanys next pornostar gewinnen.
  • Wenn ich einen Garten hätte, würde ich Fleisch grillen. Wenn ich einen Grill hätte. Und Fleisch.
  • Du weißt, dass 4.5 Stunden Schlaf zu wenig sind, wenn Du mit der Mülltüte in der Hand vorm Bäcker stehst.
  • Seit 3 Tagen nicht rasiert,trotzdem kein Barthaar.Waren die letzten 20 Jahre tägl.Rasur überflüssig?Stünde dann heute finanziell anders da
  • Seit heute stolze Besitzerin einer riesig hohen Palme. Wer schenkt mir die passende Insel? Wir drei würden sicher gut harmonieren…
  • unter dreißigjährige, die eberhard heißen, waren sicher keine wunschkinder.
  • Schock, das Dschungel Camp wird gestrichen, Grund dafür ist wohl, die Kakerlaken, Spinnen und Schlangen haben sich vor den „Stars“ geekelt
  • Entweder kommen alle zu spät oder ich sitze in der falschen Kneipe.
  • Es gibt kaum etwas, das Frauen so nervt, als Männer, die ihnen auf die Brüste starren. Außer: Männer, die das nicht tun. #dilemma
  • warum müssen alle immer vom wochenende erzählen? bin ich in der grundschule? bilde doch mitdir selbst einen stuhlkreis und erzähls der wand.
  • Die intellektuelle Elite wird geschlossen zu Jammerlappen, sobald es heiß oder kalt ist oder Regen fällt oder es windig ist. #Wettertweets
  • Tages-Zitat: „90 people get the swine flu and everybody wants to wear a mask. A million people have AIDS and no one wants to wear a condom.“
  • Kann mal bitte jemand das Verbindungskabel zwischen dem Wetter und meiner Laune durchschneiden?
  • Ist es ein Zeichen von Schwäche, wenn einem ein Stück Knoblauch (geschält) im Ohr klebt?

Skurriles

  • Ich wäre gerne ein verrückter, schwuler, genialer Wissenschaftler. Dann könnte ich mich jetzt klonen und mit mir selber schlafen.
  • Habe gerade die Braut des Satans kennen gelernt. Sehr charmante Frau. Hoffe nur, Ihr angehender Gatte ist nicht eifersüchtig.
  • Morgen kauf ich mir einen Pixel aus Plüsch und setz ihn auf mein Sofa. : -)
  • Die Stubenfliege macht heute meine Arbeit, während ich brummend durchs Zimmer fliege. Gefällt uns beiden, dieser Perspektivwechsel.
  • Bemerkte gerade, dass mein vermeintlicher Badspiegel ein Fenster nach nebenan ist und ich beim Rasieren stets den Nachbarn anstarrte.
  • Weisheit aus Yiqanuc: „Ko muhuhok na mik aqa nop“ = Wenn es Dir auf den Kopf fällt, weißt Du, dass es ein Felsblock ist. Wie wahr…
  • Geh nicht weg – wir haben die selbe Blutgruppe
  • Oft schnarche ich so rhyhthmisch, dass ich nicht anders kann, als aufzustehen und zu tanzen.
  • Im Käfig werden Hamster nur drei Jahre alt. Länger halten sie sich im Gefrierfach.

Frage & Antwort

  • deoquest: wonach riecht AXE des bösen?
    Nach 8x4nedschad?
  • Ballack ist zurückgerudert? Ich denk der spielt Fussball?!)
    Fußball ist wie Rudern, nur ohne Würfel…

Anmerkung zu den ganzen Tweets:
Ich hab die Verfasser der jeweiligen Zeilen absichtlich nicht genannt. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich mit fremden Lorbeeren schmücken möchte, sondern dass ich die Aussage des Tweets alleine für sich stehen lassen wollte. Nichttwitterernden Lesern hier ist es eh egal, von wem die einzelnen Tweets stammen und aktive Twitteruser kennen diese Zitate selber oder können sich gerne die Originalversionen in meinen Favoriten durchlesen.

Hier zur Vollständigkeit eine Aufzählung mit allen an diesen oben genannten Zitaten beteiligten Leuten, inklusive dem Link zu dem jeweiligen Twitteraccount:

AllesRoger, Auktionsmacher, ausserirdischer, DaggyO, das_Vakuum, depechka, DelaRocka, DonDahlmann, elsebuschheuer, formschub, Frau_Elise, function, frank93, gebenedeite, germanpsycho, gr4y, haekelschwein, Ingeborch, jawl, katjaberlin, litchi7, luzilla, mittelalt, moeffju, neuezukunft, nic_west, Nilzenburger, nudelzebra, paulthenshirley, PickiHH, ralfheimann, robertocapitoni, ScreenOrigami, sixtus, spreeblick, stricktier, tristessedeluxe, Vergraemer

ein sich fürs Erste genug mit Blog und Microblogging à la Twitter herumgeschlagen und beschäftigt habender und daher nun ins Wochenende verschwindender und das sogenannte „Real Life“ erkunden und genießen werdender Ausserirdischer

Lesen kann anstrengend sein (Eintrag VI)

Posted in Leselust with tags , , on 28. Juni 2009 by Shumway

Hollera zusammen,

auch wenn ich häufig und gerne Texte lese, die sich im Internet finden (Blogs, Nachrichten, Forenbeiträge und natürlich Twitternachrichten), ist auch das geschriebene Wort auf Papier etwas, das ich mit großem Interesse genieße (In Anbetracht meiner normalen Lesegewohnheiten wäre das Verb „verschlingen“ vielleicht sogar angebrachter.) und im Falle von Büchern würde ich nach dem jetzigen Stand meiner Gewohnheiten und der technischen Möglichkeiten niemals ein Buch auf digitalem Wege lesen.

Was wird gelesen?

Ich bezeichne mich zwar als intellektuelles Wesen, jedoch ist das Lesen eines Buches für mich eher etwas, das dem Betrachten eines Kinofilms odder einer DVD gleichkommt. Mein Hauptanspruch an die Literatur, welche ich mir zu Gemüte führe, ist daher, eine Geschichte zu lesen und somit beschränke ich mich nahezu ausschließlich auf den lese- und leserfreundlichen Bereich der Belletristik (im normalen Sprachgebrauch Unterhaltungsliteratur genannt).

Darunter fallen die folgenden für mich relevanten Spielarten und Genres:

– Fantasy

– Sience Fiction

– Horror

– Abenteuer (neudeutsch Adventure genannt)

– Kriminalroman

Wie wird gelesen?

Wie bereits angedeutet, sind Romane für mich eigentlich auf Papier verewigte Filme. Ich weiß nich, wie es bei Euch ist abber ich persönlich versuche, Filme eigentlich am Stück und möglichst ohne Unterbrechung (Kino) beziehungsweise nur mit von mir selber herbeigeführten Pausen (DVD) zum Austreten, Kühlschrankplündern odder Nikotininhalieren auf dem Balkon zu genießen. Angewendet auf die gedruckten Werke führt das dazu, dass ich es bevorzuge, ein Buch ohne Pause, am Stück von der ersten bis zur letzten Seite (Ja, ich weiß selber, dass ich hier drei verschiedene Beschreibungen verwende, um zu verdeutlichen, wie ich am liebsten einen Roman „fressen“ würde.) lesen möchte; die Beschreibung ein Buch konsumieren ist bei mir also zutreffend und kann im weiteren Verlauf dieses Textes angewendet werden.

Bei kurzen Romanen ist dies auch ohne größere Probleme handhabbar, allerdings wird es bei großen Schinken odder gar mehrbändigen Werken mit zunehmendem Alter (mein Alter, nich das der Bücher) immer schwerer, das Vorhaben auch in die Tat umzusetzen (Was mir früher wirklich so gut wie nie passiert ist, tritt in letzter Zeit zunehmend häufiger auf; ich schlafe während des Lesens ein.). Meine bisher umfangreichsten Bücher, welche ich (daaaaaamals, zu Zeiten, in denen ich noch richtig jung und frisch gewesen bin) an einem Stück durchgelesen habe sind „Die Säulen der Erde“ von Ken Follet und „ES“ von Stephen King (Dieses Buch habe ich als Teenager in der King´schen Phase ca. ein Dutzend Mal gelesen und einmal davon auch in einem Rutsch).

Im Gegensatz zu den meisten Leuten, kann ich Bücher wirklich nich zwischendurch odder ein spannendes Buch häppchenweise übber einen längeren Zeitraum verteilt lesen, insofern entfällt auch das Lesen während einer längeren Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln odder bei zeitraubenden Wartezimmerewigkeiten, die ein Besuch beim Arzt mit sich bringt.

Etwas anders sieht es da bei Literatur mit geringerer Halbwertzeit (sprich: Magazine, Zeitungen, Zeitschriften, etc.) aus. Trotzdem möchte ich erwähnen, dass sich in letzter Zeit die erfolgreichen Versuche mehren, diese handlungslosen Zeiten mittels der Lektüre von Büchern zu übberbrücken.

Meist sieht es so aus, dass ich frühabends alles erforderliche präpariere, also bequeme Kleidung, Sitz- odder Liegegelegenheit inklusive eventuell erforderlicher Decke, Essen, Süßkram, genug Mineralwasser, Rauchwerk (sofern ich an einem Ort bin, wo ich während des Buchkonsums auch Nikotin zu mir nehmen darf) zurechtlege. Ist alles vorbereitet, kann es losgehen. In der Regel dauert eine Lesesession so lange, bis mir die Augen zufallen, was unter normalen Umständen meiste erst dann der Fall ist, wenn sich draußen schon die Vögel lautstark bemerkbar machen und die Sonne bereits ihre ersten Vorboten durch meine Fenster schickt.

Untermalung

Eine weitere zum Lesen gehörende Eigenart von mir ist, dass ich je nach Laune eine passende Musik aussuche, die mich von allen anderen Umweltgeräuschen abschottet und mir somit hilft, mich wirklich alleine auf das Buch zu konzentrieren. Das funktioniert wirklich soweit, dass ich erst dann feststelle, dass nebenbei Musik läuft, wenn die CD zu Ende ist. Da ich generell immer lesebegleitende Musik via Stereoanlage laufen lasse, ist das Ende des Albums auch meistens der einzige Zeitindikator, der mir sagt, wie lange ich mich bereits im Leserausch befinde (Ich würde nie auf die Idee kommen, eine CD in Endlosschleife nebenher laufen zu lassen, da ich damit jedes

Zeitgefühl verlieren würde.). Rückblickend ist es manchmal sehr interessant, denn so kann ich „Built To Spill“ nich mehr hören, ohne an die Weiten Mittelerdes zu denken, „Starlight Mints“ nich mehr ohne die direkte Assoziation an Arthur Dent, Marvin und Zaphod Beeblebrox. Auch „Type O Negative“ wird nun für lange Zeit nur in Verbindung mit den Protagonisten der Wächter-Romane von Lukianenko hörbar sein.

Rückblick und Ausblick

Ich habe dieses Jahr (der Einfachheit halber zähle ich die Tage kurz nach Weihnachten hinzu, da ich ab dann nach einer wirklich längeren Pause wieder intensiv angefangen habe, mich mit Büchern zu beschäftigen.) mittlerweile auch schon einige Seiten verschlungen. Mal schauen, vielleicht werde ich zu dem ein odder anderen Werk, welches ich schon gelesen habe odder zu Werken, welche ich noch vorhabe demnächst zu lesen ein paar Zeilen hierhin kritzeln. Die ist weniger als fundierter Buchtipp geplant, sondern eher als subjektives Empfinden von jemandem, der gerne spannende, lustige und interessante Geschichten liest und in seinem Urteil nich mit dem Wissen um literarische Klassiker vorbelastet ist.

Da ich abber getz nich weiter übber ungelegte Eier referieren möchte, ist hier eine aktuelle Liste der Bücher, die ich dieses Jahr (seit Weihnachten 2008) gelesen habe, um Euch einen kleinen Übberblick zu verschaffen:

– Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht

– Sergej Lukianenko: Wächter des Tages

– Sergej Lukianenko: Wächter des Zwielichts

– Sergej Lukianenko: Wächter der Ewigkeit

– Philip Pullman: Der Goldene Kompass

– Philip Pullman: Das Magische Messer

– Philip Pullman: Das Bernstein-Teleskop

– J.R.R. Tolkien: Der kleine Hobbit

– Sergej Lukianenko: Weltengänger

– Sergej Lukianenko: Weltenträumer

– Terry Pratchett: Die Farben der Magie

– Terry Pratchett: Das Licht der Phantasie

– Christopher Moore: Liebe auf den ersten Biss

– Christopher Moore: Ein todsicherer Job

– Christopher Moore: Der kleine Dämonenberater

– Tad Williams: Der Drachenbeinthron – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil I)

– Tad Williams: Der Abschiedsstein – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil II)

– Tad Williams: Die Nornenkönigin – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil III)

– Tad Williams: Der Engelsturm – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil IV)

– Dan Brown: Meteor

– Christopher Moore: Fool

– Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher

ein sich für den Rest des Tages weiter den internetbezogenen getippten Worten widmender Ausserirdischer