Archive for the Platten für die Ewigkeit Category

Teil2: Siamese Dream von den Smashing Pumpkins (Eintrag VIII)

Posted in Musik, Platten für die Ewigkeit with tags , , on 9. Juli 2009 by Shumway

Hollera zusammen,

nach über einer Woche Blogabstinenz möchte ich heute einen weiteren Eintrag zur Rubrik „Platten für die Ewigkeit“ hinzufügen. Diesmal geht es um eine Band, die Ende der 80-er Jahre begonnen, eine fünfjährige Bandpause eingelegt und vor kurzem ihr Comebackalbum veröffentlicht haben:

Smashing Pumpkins

Die Kürbisköpfe, wie sie von den deutschsprachigen Fans oftmals eher liebevoll als gehässig genannt werden, haben eine längere Geschichte hinter sich und demnach auch einige Album vorzuweisen. Einige dieser Alben finden sich immer wieder in Top-Listen, wenn es um Bands beziehungsweise Longplayer aus den Neunzigern geht.

Ihr Debütalbum Gish ging leider im Zuge der Veröffentlichung von Nirvanas Nevermind unter. Beide Alben sind von Butch Vig produziert worden und daher wurden die Smashing Pumpkins irrtümlicherweise oftmals als Grunge betitelt. Dennoch ist ironischerweise gerade die wachsende Begeisterung für Grunge der Grund, dass die Pumpkins weiterhin nicht nur bei den Kritikern sondern auch bei den Musikfans große Beachtung finden. Für das Nachfolgealben Siamese Dream wird wieder Butch Vig als Produzent an Bord geholt und gemeinsam schafft man ein Rockalbum, dass vor Gitarrenspuren strotzt und das ohne jeden Zweifel den Titel Platte für die Ewigkeit verdient hat.

Die unverwechselbare Art von Drummer Jimmy Chamberlain gekoppelt mit dem doppelten Gitarrenspiel von Frontmann Billy Corgan und James Iha und unterstützt von Bassistin D’arcy Wretzky lassen einige Songs oftmals soweit ausufern, dass es beim Zuhören schon an die Schmerzgrenze geht. Als Gegenpol zu den teilweise dissonanten Saiteninstrumente stehen die oftmals sehr feinen Gesangsmelodien, die von Corgan in seiner unnachahmlichen Art des Nichtsingenkönnens intoniert werden. Bei den Proben zu Siamese Dream kamen so viele Songs zusammen, dass es für die sehr gute aber leider in den Medien nicht sehr beachtete B-Seiten-Auskopplung Pisces Iscariot gereicht hat.

Auch wenn die Kürbisköpfe mit dem nächsten Album oder besser gesagt Doppelalbum Mellon Collie And The Infinite Sadness (Bestehend aus „Twilight To Starlight“ und „Dawn To Dusk“) sowohl Kritiker als auch Fans begeistern konnten und einige Verkaufserfolge feierten, bleiben für mich die 13 Songs von Siamese Dream die wahre Essenz, welche die Pumpkins auszeichnet. Mit dem rockigen Intro „Cherub Rock“, der Hymne „Today“, der Ballade „Disarm“ und dem epischen „Soma“ beinhaltet dieses Album vier meiner fünf Lieblingssongs von den Pumpkins.

Auf diesem Album sind die Gitarren noch laut und manchmal zu wild. Hier ist Corgan noch nicht davon beseelt ein bis auf die letzte Note durchgeplantes Konzeptalbum zu erstellen und man hat als Hörer zumindest den Eindruck, als hätten sich seine Mitmusiker auch ein wenig einbringen können (Corgan galt schon von Anfang an als Kontrollfreak, der alles lieber selber machte.).

Was die Smashing Pumpkins in ihrer Hochphase (1993 – 1995) von anderen Bands unterscheidet, sind die sehr melancholischen und streckenweise sogar düsteren Texte, in denen Corgan manchmal aus sehr persönlicher Sichtweise mit der Welt im allgemeinen und mit Frauen und Beziehungen im speziellen hadert.

Die späteren Album Adore, Machina I + II sowie das Comebackalbum Zeitgeist (Die Auszeit dauerte vom Dezember 2000 bis zum Juni 2005) sind alle für sich alleine genommen auch interessante Longplayer, denen aber im Vergleich zu den ersten Veröffentlichungen sowohl der musikalische Zug nach vorne, die Bissigkeit in den Texten und die Waghalsigkeit im Sound und der Produktion fehlt.

Die Zeiten, in denen ich mich auf Corgans nächste musikalische Output gefreut habe, in der Hoffnung, er würde schlechtgelaunt und mit Wut im Bauch an die ersten Alben der Pumpkins-Ära anknüpfen können, sind mittlerweile vergangen aber Siamese Dream findet immer noch in schöner Regelmäßigkeit einen Weg in meinen CD-Player.

Ein hinsichtlich weiterer Veröffentlichungen von Billy Corgan & den Smashing Pumpkins immer noch aufgeschlossener und sich liebend gerne überraschen lassender Ausserirdischer

Teil1: Ænema von Tool (Eintrag IV)

Posted in Platten für die Ewigkeit on 22. Juni 2009 by Shumway

Hollera zusammen,

beginnen möchte ich den Reigen um die „Platten für die Ewigkeit“, mit einer Band, welche in meinen Augen noch kein schlechtes Machwerk abgeliefert haben:

TOOL

der Name Prog-Rock klingt ziemlich abgeschmackt, abber innovativ und einzigartig is das schon, was diese Musiker bisher ausnahmslos abgeliefert haben, bereits auf ihren ersten beiden Alben Opiate und Undertow haben sie auf gängige Songstrukturen gepfiffen und dennoch sind die Songs sogar tanzbar, während auf dem Output Lateralus kein einziger Song auch nur annähernd für länger als 1 Minute ein bekanntes Taktmaß aufweist, jedoch die Drums mehr Platz finden als vormals. Bei ihrem letzten Werk 10,000 days sind sie noch einen Schritt weiter gegangen und präsentieren sowohl sehr tanzbare und für Bandverhältnisse eingängige (ich traue es mich kaum zu sagen, ausgestattet mit fast poppig zu nennenden Melodiebögen) Songs, als auch sehr lange mantra-artige Stücke, die ihre wahre Schönheit erst nach mehrmaligem Hören offenbaren.

Ich empfehle gerade für die beiden letztgenannten Veröffentlichungen den Genuss derselbigen im Dunklen mit Kopfhörern und dem Lautstärkeregler empfindlich vor dem Anschlag… whaaaaauuuuuu…

Kenner von Tool werden in der bisherigen Aufzählung einen Longplayer vermissen. Dies is ihr – in meinen Augen – absolutes Meisterwerk Ænema.

Der Hauptgrund, warum ich diesem Output den Titel „bestes Tool-Album“ gebe, liegt an der in meinen Augen perfekten Symbiose der bekannten Elemente, welche die Band Tool ausmacht. Zum einen der Gesang von Frontmann Maynard Keenan. Wie auch auf allen anderen Alben hat er es nich nötig, wie andere Vertreter härterer Gitarrenmusik zu schreien, shouten odder growlen. Er kann auch seiner normalen Singstimme einen bedrohlichen, wütenden odder beruhigenden Unterton verleihen, dabei hat man das Gefühl, als wäre jeder gesungenen Silbe eine besondere Bedeutung zugeteilt. Hinzu kommen noch die gewählten Songtexte, welche gekonnt nie gewollt intelektuell kryptisch wirken, jedoch immer noch genug Raum und Interpretationsspielraum beim Hörer lassen.

Die Musik is bei Ænema noch mehr als bei den anderen Auskopplungen sehr ausgewogen zwischen Eingängigkeit und Vertracktheit, simpel in der Sound- und Effektauswahl dafür komplex in Harmonie und Rhythmik. Gekonnt werden zwischen die eigentlichen Songs kurze Geräuschsequenzen odder kleine eigene Ministücke drappiert (Zum Durchatmen auf dem fast 75 Minuten langen Tonträger). Alles zusammen ergibt ein wahnsinnig gutes Stück Musik jenseits der Chartkompatibilität.

Meiner Meinung haben Tool mit dem Album Ænema einen Meilenstein in der Musiklandschaft hinterlassen, der für mich wirklich einen sehr hohen Platz in meiner Liste der Platten für die Ewigkeit inne hat.

Zuletzt möchte ich noch hinzufügen, dass ich bisher das Vergnügen (und jaaa, das war es jedesmal) Tool zu verschiedenen Stadien ihrer Schaffensphase live auf der Bühne agieren zu sehen und zu bestaunen.  Insgesamt bis dato viermal, sowohl in kleinem Rahmen als auch als Headliner eines Festivals und ich war jedesmal übberrascht, wie es drei Musiker mit Schlagzeug, Gitarre und Bass (der Sänger lässt bis auf wenige Ausnahmen die Finger von den Instrumenten) schaffen, die auf Album komplexen und komplizierten Strukturen live zu präsentieren, als würden ein Dutzend Leute gerade auf der Bühne stehen. Durch die vom Videoproduzenten und Gitarristen des Band Adam Jones künstlerisch umgesetzten begleitenden visuellen Effekte wird ein Tool-Konzert zusätzlich zum akkustischen Ohrenschmaus auch noch zum optischen Erlebnis.

Soo… genug geschwärmt. Weitere Informationen finden sich auf der dreigeteilten Bandwebsite http://www.toolband.com/ und auf den üblichen einschlägig bekannten Portalen.

ein diese Band und alle ihre Alben ungeschränkt empfehlen könnender und vor allem die drei letzten Veröffentlichungen jedem Musiker odder Freund von Gitarrenmusik ans Herz legender Ausserirdischer

Platten für die Ewigkeit – Einleitung & Methode (Eintrag III)

Posted in Platten für die Ewigkeit with tags , on 22. Juni 2009 by Shumway

Hollera zusammen,

nach den ersten Gehversuchen könnte man ja mal anfangen, hier ein wenig mehr Information auf die menschliche Rasse loszulassen. Vorweg sei gesagt, dass ich jeden vorherigen und nachfolgenden Rechtschreibfehler genauestens eingeplant und absichtlich an die jeweilige Stelle drappiert habe, weil… sieht einfach besser aus, jawollja.

Das Problem:

Oftmals wird man mit Fragen konfrontiert, die das Unmögliche von einem wollen. Das Nennen des persönlichen Liebslingssongs, der besten Band, des besten Albums. Da ich persönlich Musik sehr subjektiv und bewusst wahrzunehmen versuche und nicht nur konsumiere sind solche Fragen nie eindeutig zu beantworten sondern immer ein Spiegelbild der aktuellen Gemütslage und Hörgewohnheiten. Gerade bei Musik wäre es den Künstlern und ihren Machwerken gegenüber nicht gerecht, wenn man ihren Namen / ihre Schöpfungen als belanglose Antwort auf diese Frage einfach aufzählt, selbst für solche, die an erster Stelle genannt werden.

Die Lösung:

Da eine Auflistung 1-10 dem Schaffen der meisten Musiker nich gerecht wird, werde ich einfach versuchen, im Laufe der Zeit ein paar Platten bzw. Künstler, die mir (aus welchen Gründen auch immer) sehr wichtig sind ohne Wertigkeit oder Rangfolge vorzustellen.

ein ankündigender Ausserirdischer