Déja-vue vor der Bundestagswahl – (Eintrag XVII)

Hollera zusammen,

kommen wir ausnahmsweise einmal zu einem ernsten Thema: Am Sonntag ist Bundestagswahl.

Entgegen der eigentlichen Bedeutung des dazugehörigen Twitter-Hashtags (#btw09) ist das nicht ‚by the way‘ oder belanglos, daher an der Stelle der Aufruf: Geht wählen! Wichtiger als Eure Stimme der „richtigen Partei“ zu geben, ist die Tatsache, DASS Ihr Eure Stimme ÜBERHAUPT abgebt.

[Kleiner Ausflug hierzu am Rande für Leute, die nicht wählen gehen wollen: Wilfried Schmickler spricht ein Machtwort]

Ich persönlich bin zwar politisch nicht uninteressiert aber weit davon entfernt hier fundierte Aussagen zu einzelnen Kandidaten, Parteien oder deren Programm zu machen. Nur soviel: Ich habe mich informiert und für mich entschieden, wo ich meine Kreuzchen hinmachen werde.

Allerdings ist einer der kandidierenden Personen für mich aus rein persönlichen Gründen komplett unwählbar geworden. Sein Gesicht lächelt mich hier in der Stadt von kleinen und großen Plakaten an. Im Fernsehen ist er auch sehr oft präsent. Schon seit dem ersten Auftauchen war mir diese Art der Mundwinkelgymnastik unsympathisch; nicht seine Reden, seine Einstellung, seine Politik. Bevor ich davon gelesen und gehört hatte, erzeugte alleine dieses Grinsen Lächeln gepaart mit seinem Aussehen jedesmal eine Art innere Gänsehaut.

Vor drei Tagen kam unerwartet und unvorbereitet die Erleuchtung oder besser gesagt die Auflösung der Irritation und Abneigung als eine Art déja-vue:

Frank-Walter Steinmeier sieht genauso aus und grinstlächelt genauso wie einer meiner ehemaligen Sportleher zu Schulzeiten. Zuerst war ich leicht schockiert darüber, dass die Ähnlichkeit so frappierend ist und mir bis dato noch nicht aufgefallen war. Danach kam die Erleichterung, dass die in mir vorhandene Antipathie nicht unbegründet gewesen ist, da ich normalerweise ein recht optimistischer Zeitgenosse bin und bei Personen versuche, Äußerlichkeiten aus einem Urteil herauszulassen (oder sie zumindest nicht mit Gewichtung ins Gesamturteil einfließen zu lassen).

Wer die Ähnlichkeit dieser beiden Herren nun nicht weiter tragisch oder irrelevant findet, der möge in sich hineinhorchen und an seine früheren unfähigen, pädagogisch Beauftragten für die körperliche Ertüchtigung zurückdenken und mir hoffentlich zustimmen, dass ein Politiker, der wie ein unsympathischer Sportlehrer ausschaut, als Volksvertreter einfach nicht tragbar ist.

Tut mir leid, liebe SPD, Entschuldigung Herr Steinmeier aber meine Stimme kann ich aus oben genanntem Grunde daher diesen Sonntag nicht zur Verfügung stellen.

ein sich nun wieder erfreulicheren Themen als der Politik widmender Ausserirdischer

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2 Antworten to “Déja-vue vor der Bundestagswahl – (Eintrag XVII)”

  1. Also bin ich nich die Einzichste! Ob da Ausserirdische mit in Spiel sind?

  2. Von Bundesjugendspielen und Step-Arobic: Traumatisches aus dem Sportunterricht…

    Habe grade bei Ingeborch und beim ausserirdischen gelesen, welch furchtbare Erinnerungen die beiden an ihre Sportlehrer haben. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr blöde Geschichten fallen mir aus meiner Sportunterrichtszeit ein. Mein gestörtes …

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