Time for a little change (Eintrag IX)

Hollera zusammen,

als Neublogger war ich anfangs nur froh, einigen meiner Gedanken, Meinungen und Ideen hier auf dieser Plattform einen Raum zu geben, wo sie sich niederlassen und ausbreiten können. Da ich bis zum jetzigen Zeitpunkt vornehmlich in Foren und Chats tipptechnisch aktiv gewesen bin, hat sich auch die ein oder andere Eigenart eingeschlichen, wie ich Dinge schriftlich auszudrücken versuche. Dass ich lange verschachtelte Satzkonstruktionen mit zusätzlichen Bemerkungen, die ich in Klammern gepackt dazwischen packe (Manchmal sogar weitere in Klammern gesetzte Ergänzungen zu diesen Zwischenbemerkungen). Ich denke, dass diese auf den ersten Blick nicht sehr übersichtliche Art des Schreibens am ehesten der oftmals nicht ganz so stringenten Gedankengänge meiner Wenigkeit Tribut zollt.

Erschaffung eines eigenen Sprachstils

Wie es in Chats und Foren (vornehmlich für einige Browsergames) üblich ist, versucht man sich durch die Art des Schreibens einen eigenen Stil zu erarbeiten, um sich von der Masse der anderen abzugrenzen und wenn man ehrlich ist und seinen inneren Geltungsdrang befragt natürlich auch, um sich ein wenig hervorzuheben. Diese Suche nach Individualität ist bei mir soweit gegangen, dass ich mir vor Jahren einen eigenen Sprachstil inklusive neuer definierter Orthographie angewöhnt habe, auf den ich bis zum heutigen Tage immer noch in den unterschiedlichen Bereichen der schriftlichen Ausdrucksformen (Chat, Foren, Twitter, Mails, SMS, etc.) zurückgreife.

Was für Eigenarten?

Hierzu zählen neben dem obligatorischen Schluss-Satz (der in seiner Länge zwischen 3 Worten und mehreren Zeilen variabel ist und den ich mir wohl nicht so einfach abgewöhnen kann oder will) die selbstgemachten Regeln der deutschen Rechtschreibung wie die Verdoppelung von Konsonanten bei den Wörtern „aber“ (abber), „oder“ (odder), „wieder“ (widder), bei dem Wort und der Vorsilbe „über“ (übber), sowie das Weglassen des letzten Konsonanten beim Wort „nicht“ (nich) als auch die Verkürzung des Wortes „jetzt“ (getz).

In einigen Fällen ging es sogar so weit, dass aus den Endungen / Silben „ig“ und „ich“ ein allgemeines „isch“ wurden (Das macht aus „richtig“ dann „rischtisch“) und dass das Pronomen „ich“ dem vorausgehenden Verb als „sch“ angehängt wurde (Aus „Das habe ich gemacht“ wurde dann „Das habsch gemacht“).

Vorhaben

In der Twitter-Kommunikation mit seiner brutalen Begrenzung auf 140 Zeichen pro Tweet ist gerade die Verdopplung der Konsonanten ein sprachlicher Luxus, auf den ich aufgrund der Textlänge schon das ein oder andere Mal verzichten musste. Nun habe ich einen eigenen Blog (Ich finde übrigens, es sollte abgeleitet von Weblog auch der und nicht das Blog heißen (egal, was hier der Duden rät).) und möchte nun nach anfänglichem, weil gewohntem Beibehalten dieser eigenständigen Orthographie hier dazu übergehen, der deutschen Sprache wieder eine Chance zu geben.

Hinweis

Da ich nicht mit einem Germanistikstudium ausgestattet bin, und in den weitesten Teilen die alte deutsche Rechtschreibung der reformierten vorziehe (Eh ich Filosof schreibe, muss noch einiges passieren) und außerdem zu faul bin bei jedem fragwürdigen Wort ein Lexikon zu konsultieren , werden auch weiterhin mit Sicherheit für die strebsameren Leser und Sprachforscher (und Germanistikstudenten und -studierten) genug Rechtschreibfehler oder fragwürdige Formulierungen und nicht immer nachvollziehbare Kommata in meinen Beiträgen auftauchen, allerdings kann ich nun mit stolzgeschwellter Brust behaupten, dass dies nicht in meiner Absicht gelegen hat.

Ein sich für die Aufmerksamkeit bedankender und sich nun wieder mit den Vorbereitungen für das anstehende Wochenende beschäftigender Ausserirdischer

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