Lesen kann anstrengend sein (Eintrag VI)

Hollera zusammen,

auch wenn ich häufig und gerne Texte lese, die sich im Internet finden (Blogs, Nachrichten, Forenbeiträge und natürlich Twitternachrichten), ist auch das geschriebene Wort auf Papier etwas, das ich mit großem Interesse genieße (In Anbetracht meiner normalen Lesegewohnheiten wäre das Verb „verschlingen“ vielleicht sogar angebrachter.) und im Falle von Büchern würde ich nach dem jetzigen Stand meiner Gewohnheiten und der technischen Möglichkeiten niemals ein Buch auf digitalem Wege lesen.

Was wird gelesen?

Ich bezeichne mich zwar als intellektuelles Wesen, jedoch ist das Lesen eines Buches für mich eher etwas, das dem Betrachten eines Kinofilms odder einer DVD gleichkommt. Mein Hauptanspruch an die Literatur, welche ich mir zu Gemüte führe, ist daher, eine Geschichte zu lesen und somit beschränke ich mich nahezu ausschließlich auf den lese- und leserfreundlichen Bereich der Belletristik (im normalen Sprachgebrauch Unterhaltungsliteratur genannt).

Darunter fallen die folgenden für mich relevanten Spielarten und Genres:

– Fantasy

– Sience Fiction

– Horror

– Abenteuer (neudeutsch Adventure genannt)

– Kriminalroman

Wie wird gelesen?

Wie bereits angedeutet, sind Romane für mich eigentlich auf Papier verewigte Filme. Ich weiß nich, wie es bei Euch ist abber ich persönlich versuche, Filme eigentlich am Stück und möglichst ohne Unterbrechung (Kino) beziehungsweise nur mit von mir selber herbeigeführten Pausen (DVD) zum Austreten, Kühlschrankplündern odder Nikotininhalieren auf dem Balkon zu genießen. Angewendet auf die gedruckten Werke führt das dazu, dass ich es bevorzuge, ein Buch ohne Pause, am Stück von der ersten bis zur letzten Seite (Ja, ich weiß selber, dass ich hier drei verschiedene Beschreibungen verwende, um zu verdeutlichen, wie ich am liebsten einen Roman „fressen“ würde.) lesen möchte; die Beschreibung ein Buch konsumieren ist bei mir also zutreffend und kann im weiteren Verlauf dieses Textes angewendet werden.

Bei kurzen Romanen ist dies auch ohne größere Probleme handhabbar, allerdings wird es bei großen Schinken odder gar mehrbändigen Werken mit zunehmendem Alter (mein Alter, nich das der Bücher) immer schwerer, das Vorhaben auch in die Tat umzusetzen (Was mir früher wirklich so gut wie nie passiert ist, tritt in letzter Zeit zunehmend häufiger auf; ich schlafe während des Lesens ein.). Meine bisher umfangreichsten Bücher, welche ich (daaaaaamals, zu Zeiten, in denen ich noch richtig jung und frisch gewesen bin) an einem Stück durchgelesen habe sind „Die Säulen der Erde“ von Ken Follet und „ES“ von Stephen King (Dieses Buch habe ich als Teenager in der King´schen Phase ca. ein Dutzend Mal gelesen und einmal davon auch in einem Rutsch).

Im Gegensatz zu den meisten Leuten, kann ich Bücher wirklich nich zwischendurch odder ein spannendes Buch häppchenweise übber einen längeren Zeitraum verteilt lesen, insofern entfällt auch das Lesen während einer längeren Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln odder bei zeitraubenden Wartezimmerewigkeiten, die ein Besuch beim Arzt mit sich bringt.

Etwas anders sieht es da bei Literatur mit geringerer Halbwertzeit (sprich: Magazine, Zeitungen, Zeitschriften, etc.) aus. Trotzdem möchte ich erwähnen, dass sich in letzter Zeit die erfolgreichen Versuche mehren, diese handlungslosen Zeiten mittels der Lektüre von Büchern zu übberbrücken.

Meist sieht es so aus, dass ich frühabends alles erforderliche präpariere, also bequeme Kleidung, Sitz- odder Liegegelegenheit inklusive eventuell erforderlicher Decke, Essen, Süßkram, genug Mineralwasser, Rauchwerk (sofern ich an einem Ort bin, wo ich während des Buchkonsums auch Nikotin zu mir nehmen darf) zurechtlege. Ist alles vorbereitet, kann es losgehen. In der Regel dauert eine Lesesession so lange, bis mir die Augen zufallen, was unter normalen Umständen meiste erst dann der Fall ist, wenn sich draußen schon die Vögel lautstark bemerkbar machen und die Sonne bereits ihre ersten Vorboten durch meine Fenster schickt.

Untermalung

Eine weitere zum Lesen gehörende Eigenart von mir ist, dass ich je nach Laune eine passende Musik aussuche, die mich von allen anderen Umweltgeräuschen abschottet und mir somit hilft, mich wirklich alleine auf das Buch zu konzentrieren. Das funktioniert wirklich soweit, dass ich erst dann feststelle, dass nebenbei Musik läuft, wenn die CD zu Ende ist. Da ich generell immer lesebegleitende Musik via Stereoanlage laufen lasse, ist das Ende des Albums auch meistens der einzige Zeitindikator, der mir sagt, wie lange ich mich bereits im Leserausch befinde (Ich würde nie auf die Idee kommen, eine CD in Endlosschleife nebenher laufen zu lassen, da ich damit jedes

Zeitgefühl verlieren würde.). Rückblickend ist es manchmal sehr interessant, denn so kann ich „Built To Spill“ nich mehr hören, ohne an die Weiten Mittelerdes zu denken, „Starlight Mints“ nich mehr ohne die direkte Assoziation an Arthur Dent, Marvin und Zaphod Beeblebrox. Auch „Type O Negative“ wird nun für lange Zeit nur in Verbindung mit den Protagonisten der Wächter-Romane von Lukianenko hörbar sein.

Rückblick und Ausblick

Ich habe dieses Jahr (der Einfachheit halber zähle ich die Tage kurz nach Weihnachten hinzu, da ich ab dann nach einer wirklich längeren Pause wieder intensiv angefangen habe, mich mit Büchern zu beschäftigen.) mittlerweile auch schon einige Seiten verschlungen. Mal schauen, vielleicht werde ich zu dem ein odder anderen Werk, welches ich schon gelesen habe odder zu Werken, welche ich noch vorhabe demnächst zu lesen ein paar Zeilen hierhin kritzeln. Die ist weniger als fundierter Buchtipp geplant, sondern eher als subjektives Empfinden von jemandem, der gerne spannende, lustige und interessante Geschichten liest und in seinem Urteil nich mit dem Wissen um literarische Klassiker vorbelastet ist.

Da ich abber getz nich weiter übber ungelegte Eier referieren möchte, ist hier eine aktuelle Liste der Bücher, die ich dieses Jahr (seit Weihnachten 2008) gelesen habe, um Euch einen kleinen Übberblick zu verschaffen:

– Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht

– Sergej Lukianenko: Wächter des Tages

– Sergej Lukianenko: Wächter des Zwielichts

– Sergej Lukianenko: Wächter der Ewigkeit

– Philip Pullman: Der Goldene Kompass

– Philip Pullman: Das Magische Messer

– Philip Pullman: Das Bernstein-Teleskop

– J.R.R. Tolkien: Der kleine Hobbit

– Sergej Lukianenko: Weltengänger

– Sergej Lukianenko: Weltenträumer

– Terry Pratchett: Die Farben der Magie

– Terry Pratchett: Das Licht der Phantasie

– Christopher Moore: Liebe auf den ersten Biss

– Christopher Moore: Ein todsicherer Job

– Christopher Moore: Der kleine Dämonenberater

– Tad Williams: Der Drachenbeinthron – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil I)

– Tad Williams: Der Abschiedsstein – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil II)

– Tad Williams: Die Nornenkönigin – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil III)

– Tad Williams: Der Engelsturm – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil IV)

– Dan Brown: Meteor

– Christopher Moore: Fool

– Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher

ein sich für den Rest des Tages weiter den internetbezogenen getippten Worten widmender Ausserirdischer

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3 Antworten to “Lesen kann anstrengend sein (Eintrag VI)”

  1. Ein sehr interessanter Artikel. Sollten Sie noch weitere Informationen haben – wurde ich mich freuen

  2. […] habe mir zum ersten Mal ein Hörbuch zu Gemüte geführt. Wie ich hier bereits erklärt habe, sind meine Lesegewohnheiten ein wenig sonderbar. Bücher werden immer […]

  3. […] Ja, Bücher lesen ist anstrengend, da ich meist nicht aufhören kann, sobald ich angefangen habe (Hierzu gibt es auch einen gleichnamigen Artikel hier im Logbuch). […]

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