Teil1: Ænema von Tool (Eintrag IV)

Hollera zusammen,

beginnen möchte ich den Reigen um die „Platten für die Ewigkeit“, mit einer Band, welche in meinen Augen noch kein schlechtes Machwerk abgeliefert haben:

TOOL

der Name Prog-Rock klingt ziemlich abgeschmackt, abber innovativ und einzigartig is das schon, was diese Musiker bisher ausnahmslos abgeliefert haben, bereits auf ihren ersten beiden Alben Opiate und Undertow haben sie auf gängige Songstrukturen gepfiffen und dennoch sind die Songs sogar tanzbar, während auf dem Output Lateralus kein einziger Song auch nur annähernd für länger als 1 Minute ein bekanntes Taktmaß aufweist, jedoch die Drums mehr Platz finden als vormals. Bei ihrem letzten Werk 10,000 days sind sie noch einen Schritt weiter gegangen und präsentieren sowohl sehr tanzbare und für Bandverhältnisse eingängige (ich traue es mich kaum zu sagen, ausgestattet mit fast poppig zu nennenden Melodiebögen) Songs, als auch sehr lange mantra-artige Stücke, die ihre wahre Schönheit erst nach mehrmaligem Hören offenbaren.

Ich empfehle gerade für die beiden letztgenannten Veröffentlichungen den Genuss derselbigen im Dunklen mit Kopfhörern und dem Lautstärkeregler empfindlich vor dem Anschlag… whaaaaauuuuuu…

Kenner von Tool werden in der bisherigen Aufzählung einen Longplayer vermissen. Dies is ihr – in meinen Augen – absolutes Meisterwerk Ænema.

Der Hauptgrund, warum ich diesem Output den Titel „bestes Tool-Album“ gebe, liegt an der in meinen Augen perfekten Symbiose der bekannten Elemente, welche die Band Tool ausmacht. Zum einen der Gesang von Frontmann Maynard Keenan. Wie auch auf allen anderen Alben hat er es nich nötig, wie andere Vertreter härterer Gitarrenmusik zu schreien, shouten odder growlen. Er kann auch seiner normalen Singstimme einen bedrohlichen, wütenden odder beruhigenden Unterton verleihen, dabei hat man das Gefühl, als wäre jeder gesungenen Silbe eine besondere Bedeutung zugeteilt. Hinzu kommen noch die gewählten Songtexte, welche gekonnt nie gewollt intelektuell kryptisch wirken, jedoch immer noch genug Raum und Interpretationsspielraum beim Hörer lassen.

Die Musik is bei Ænema noch mehr als bei den anderen Auskopplungen sehr ausgewogen zwischen Eingängigkeit und Vertracktheit, simpel in der Sound- und Effektauswahl dafür komplex in Harmonie und Rhythmik. Gekonnt werden zwischen die eigentlichen Songs kurze Geräuschsequenzen odder kleine eigene Ministücke drappiert (Zum Durchatmen auf dem fast 75 Minuten langen Tonträger). Alles zusammen ergibt ein wahnsinnig gutes Stück Musik jenseits der Chartkompatibilität.

Meiner Meinung haben Tool mit dem Album Ænema einen Meilenstein in der Musiklandschaft hinterlassen, der für mich wirklich einen sehr hohen Platz in meiner Liste der Platten für die Ewigkeit inne hat.

Zuletzt möchte ich noch hinzufügen, dass ich bisher das Vergnügen (und jaaa, das war es jedesmal) Tool zu verschiedenen Stadien ihrer Schaffensphase live auf der Bühne agieren zu sehen und zu bestaunen.  Insgesamt bis dato viermal, sowohl in kleinem Rahmen als auch als Headliner eines Festivals und ich war jedesmal übberrascht, wie es drei Musiker mit Schlagzeug, Gitarre und Bass (der Sänger lässt bis auf wenige Ausnahmen die Finger von den Instrumenten) schaffen, die auf Album komplexen und komplizierten Strukturen live zu präsentieren, als würden ein Dutzend Leute gerade auf der Bühne stehen. Durch die vom Videoproduzenten und Gitarristen des Band Adam Jones künstlerisch umgesetzten begleitenden visuellen Effekte wird ein Tool-Konzert zusätzlich zum akkustischen Ohrenschmaus auch noch zum optischen Erlebnis.

Soo… genug geschwärmt. Weitere Informationen finden sich auf der dreigeteilten Bandwebsite http://www.toolband.com/ und auf den üblichen einschlägig bekannten Portalen.

ein diese Band und alle ihre Alben ungeschränkt empfehlen könnender und vor allem die drei letzten Veröffentlichungen jedem Musiker odder Freund von Gitarrenmusik ans Herz legender Ausserirdischer

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