Archiv für Juni, 2009

Lesen kann anstrengend sein (Eintrag VI)

Posted in Leselust with tags , , on 28. Juni 2009 by Shumway

Hollera zusammen,

auch wenn ich häufig und gerne Texte lese, die sich im Internet finden (Blogs, Nachrichten, Forenbeiträge und natürlich Twitternachrichten), ist auch das geschriebene Wort auf Papier etwas, das ich mit großem Interesse genieße (In Anbetracht meiner normalen Lesegewohnheiten wäre das Verb „verschlingen“ vielleicht sogar angebrachter.) und im Falle von Büchern würde ich nach dem jetzigen Stand meiner Gewohnheiten und der technischen Möglichkeiten niemals ein Buch auf digitalem Wege lesen.

Was wird gelesen?

Ich bezeichne mich zwar als intellektuelles Wesen, jedoch ist das Lesen eines Buches für mich eher etwas, das dem Betrachten eines Kinofilms odder einer DVD gleichkommt. Mein Hauptanspruch an die Literatur, welche ich mir zu Gemüte führe, ist daher, eine Geschichte zu lesen und somit beschränke ich mich nahezu ausschließlich auf den lese- und leserfreundlichen Bereich der Belletristik (im normalen Sprachgebrauch Unterhaltungsliteratur genannt).

Darunter fallen die folgenden für mich relevanten Spielarten und Genres:

– Fantasy

– Sience Fiction

– Horror

– Abenteuer (neudeutsch Adventure genannt)

– Kriminalroman

Wie wird gelesen?

Wie bereits angedeutet, sind Romane für mich eigentlich auf Papier verewigte Filme. Ich weiß nich, wie es bei Euch ist abber ich persönlich versuche, Filme eigentlich am Stück und möglichst ohne Unterbrechung (Kino) beziehungsweise nur mit von mir selber herbeigeführten Pausen (DVD) zum Austreten, Kühlschrankplündern odder Nikotininhalieren auf dem Balkon zu genießen. Angewendet auf die gedruckten Werke führt das dazu, dass ich es bevorzuge, ein Buch ohne Pause, am Stück von der ersten bis zur letzten Seite (Ja, ich weiß selber, dass ich hier drei verschiedene Beschreibungen verwende, um zu verdeutlichen, wie ich am liebsten einen Roman „fressen“ würde.) lesen möchte; die Beschreibung ein Buch konsumieren ist bei mir also zutreffend und kann im weiteren Verlauf dieses Textes angewendet werden.

Bei kurzen Romanen ist dies auch ohne größere Probleme handhabbar, allerdings wird es bei großen Schinken odder gar mehrbändigen Werken mit zunehmendem Alter (mein Alter, nich das der Bücher) immer schwerer, das Vorhaben auch in die Tat umzusetzen (Was mir früher wirklich so gut wie nie passiert ist, tritt in letzter Zeit zunehmend häufiger auf; ich schlafe während des Lesens ein.). Meine bisher umfangreichsten Bücher, welche ich (daaaaaamals, zu Zeiten, in denen ich noch richtig jung und frisch gewesen bin) an einem Stück durchgelesen habe sind „Die Säulen der Erde“ von Ken Follet und „ES“ von Stephen King (Dieses Buch habe ich als Teenager in der King´schen Phase ca. ein Dutzend Mal gelesen und einmal davon auch in einem Rutsch).

Im Gegensatz zu den meisten Leuten, kann ich Bücher wirklich nich zwischendurch odder ein spannendes Buch häppchenweise übber einen längeren Zeitraum verteilt lesen, insofern entfällt auch das Lesen während einer längeren Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln odder bei zeitraubenden Wartezimmerewigkeiten, die ein Besuch beim Arzt mit sich bringt.

Etwas anders sieht es da bei Literatur mit geringerer Halbwertzeit (sprich: Magazine, Zeitungen, Zeitschriften, etc.) aus. Trotzdem möchte ich erwähnen, dass sich in letzter Zeit die erfolgreichen Versuche mehren, diese handlungslosen Zeiten mittels der Lektüre von Büchern zu übberbrücken.

Meist sieht es so aus, dass ich frühabends alles erforderliche präpariere, also bequeme Kleidung, Sitz- odder Liegegelegenheit inklusive eventuell erforderlicher Decke, Essen, Süßkram, genug Mineralwasser, Rauchwerk (sofern ich an einem Ort bin, wo ich während des Buchkonsums auch Nikotin zu mir nehmen darf) zurechtlege. Ist alles vorbereitet, kann es losgehen. In der Regel dauert eine Lesesession so lange, bis mir die Augen zufallen, was unter normalen Umständen meiste erst dann der Fall ist, wenn sich draußen schon die Vögel lautstark bemerkbar machen und die Sonne bereits ihre ersten Vorboten durch meine Fenster schickt.

Untermalung

Eine weitere zum Lesen gehörende Eigenart von mir ist, dass ich je nach Laune eine passende Musik aussuche, die mich von allen anderen Umweltgeräuschen abschottet und mir somit hilft, mich wirklich alleine auf das Buch zu konzentrieren. Das funktioniert wirklich soweit, dass ich erst dann feststelle, dass nebenbei Musik läuft, wenn die CD zu Ende ist. Da ich generell immer lesebegleitende Musik via Stereoanlage laufen lasse, ist das Ende des Albums auch meistens der einzige Zeitindikator, der mir sagt, wie lange ich mich bereits im Leserausch befinde (Ich würde nie auf die Idee kommen, eine CD in Endlosschleife nebenher laufen zu lassen, da ich damit jedes

Zeitgefühl verlieren würde.). Rückblickend ist es manchmal sehr interessant, denn so kann ich „Built To Spill“ nich mehr hören, ohne an die Weiten Mittelerdes zu denken, „Starlight Mints“ nich mehr ohne die direkte Assoziation an Arthur Dent, Marvin und Zaphod Beeblebrox. Auch „Type O Negative“ wird nun für lange Zeit nur in Verbindung mit den Protagonisten der Wächter-Romane von Lukianenko hörbar sein.

Rückblick und Ausblick

Ich habe dieses Jahr (der Einfachheit halber zähle ich die Tage kurz nach Weihnachten hinzu, da ich ab dann nach einer wirklich längeren Pause wieder intensiv angefangen habe, mich mit Büchern zu beschäftigen.) mittlerweile auch schon einige Seiten verschlungen. Mal schauen, vielleicht werde ich zu dem ein odder anderen Werk, welches ich schon gelesen habe odder zu Werken, welche ich noch vorhabe demnächst zu lesen ein paar Zeilen hierhin kritzeln. Die ist weniger als fundierter Buchtipp geplant, sondern eher als subjektives Empfinden von jemandem, der gerne spannende, lustige und interessante Geschichten liest und in seinem Urteil nich mit dem Wissen um literarische Klassiker vorbelastet ist.

Da ich abber getz nich weiter übber ungelegte Eier referieren möchte, ist hier eine aktuelle Liste der Bücher, die ich dieses Jahr (seit Weihnachten 2008) gelesen habe, um Euch einen kleinen Übberblick zu verschaffen:

– Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht

– Sergej Lukianenko: Wächter des Tages

– Sergej Lukianenko: Wächter des Zwielichts

– Sergej Lukianenko: Wächter der Ewigkeit

– Philip Pullman: Der Goldene Kompass

– Philip Pullman: Das Magische Messer

– Philip Pullman: Das Bernstein-Teleskop

– J.R.R. Tolkien: Der kleine Hobbit

– Sergej Lukianenko: Weltengänger

– Sergej Lukianenko: Weltenträumer

– Terry Pratchett: Die Farben der Magie

– Terry Pratchett: Das Licht der Phantasie

– Christopher Moore: Liebe auf den ersten Biss

– Christopher Moore: Ein todsicherer Job

– Christopher Moore: Der kleine Dämonenberater

– Tad Williams: Der Drachenbeinthron – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil I)

– Tad Williams: Der Abschiedsstein – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil II)

– Tad Williams: Die Nornenkönigin – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil III)

– Tad Williams: Der Engelsturm – (Das Geheimnis der großen Schwerter Teil IV)

– Dan Brown: Meteor

– Christopher Moore: Fool

– Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher

ein sich für den Rest des Tages weiter den internetbezogenen getippten Worten widmender Ausserirdischer

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Ein Hoch auf die Carnivoren – Teil 1 (Eintrag V)

Posted in Essen & Trinken with tags , , , on 27. Juni 2009 by Shumway

Ja, ich gebe es zu: „Ich bin ein Fleischesser!“

Ich gehe sogar noch weiter indem ich erkläre, dass ich mich deswegen nich im geringsten schäme.

Die soll hier nich als Hetzjagd gegen Vegetarier verstanden werden, sondern nur als Versuch meine Essgewohnheiten mit denen anderer zu vergleichen, daher möchte ich vorweg klarstellen, dass ich Vegetarier nich für Personen zweiter Klasse halte, allerdings tun sie mir wirklich aus tiefster Übberzeugung sehr leid. Sicherlich ist es in unserer modernen Zeit mit der großen Auswahl sowohl in Supermärkten als auch bei kleinen Lebensmittelgeschäften kein Problem, sich auch ohne Fleisch / Fisch ausgewogen zu ernähren abber wer will das schon? (OK, es wird genug geben, die es wollen, sonst würden sie es ja nich tun).

Generell ist es nich so, dass ich vegetarische Kost verschmähen würde (eigentlich wäre also die Bezeichnung Omnivor viel treffender als Carnivor), ganz im Gegenteil, ich liebe gut zubereitetes Gemüse auch Kartoffeln, Pasta, Reis, Couscous, und andere Beilagen sind jederzeit willkommen. Ab und an (zugegeben, wirklich eher selten), erwische ich mich sogar dabei, wie ich genießerisch Salat zu mir nehme und es gibt sogar in meinem Alltag Tage, wo ich komplett ohne Fleisch auskomme. ABER: Mich darauf zu beschränken wäre mir persönlich wirklich VIEL zu wenig.

Kein Grillfleisch? Kein Steak? Keine Putenschnitzel? Kein Gyros? Kein Burger? Keine Chicken Wings? Kein Fisch zu den Salzkartoffeln? Kein Aufschnitt zum Frühstück? Keine Speckwürfel zum Rührei? Kein Serrano-Schinken zur Melone? Ehrlich gesagt, wäre dies keine richtige, sondern eine lückenhafte Ernährung für mich.

Mir würden diese vielen herrlichen und leckeren Sachen wirklich sehr fehlen, zusätzlich wäre es mir viel zu stressig, beim Einkaufen odder beim Essen außer Haus zu schauen, in welchen Produkten / Gerichten denn getz auch noch Fleischbestandteile drin wären, um nich ohne es zu wissen, doch Fleisch in einer wie auch immer gearteten Form zu sich zu nehmen. Ich als Carnivor kann ohne Einschränkungen beim Essen und Einkaufen alles das zu mir nehmen, wonach mir ist.

In meinem Bekanntenkreis sind mehrere Personen aus unterschiedlichen Beweggründen der Meinung, dass es besser sei, vegetarisch zu leben. Bemerkenswert ist dabei, dass jeder seine Art des Vegetarismus für sich selber definiert:

– Person A ist kein Fleisch, jedoch Fisch in allen Variationen.

– Person B, mag weder Fleisch noch Fisch, kocht Fleisch abber für ihren Schatz und liebt es die daraus resultierenden Bratensaucen zu verspeisen.

– Person C verschmäht alles, wo Fleisch selbst in den kleinsten Dosen (Rinderbrühe in Fertigprodukten) drin ist.

– Person D mag den Geschmack von Fleisch nich und verschmäht nahezu alle Fleischvarianten es sei denn, es ist eine fettige Pita Gyros (aus Gammelfleisch odder gar Gammelfleischersatz).

Die Motive der Nichtfleischesser unterscheiden sich oftmals genauso wie die verschiedenen Auslegungsarten, was denn nun „vegetarische Ernährung“ bedeutet. Die einen empfinden ein so großes Mitleid mit den meisten vierbeinigen, gefiederten Lebewesen, dass sie es nich übbers Herz bringen können, diese in zubereitetem Zustand zu verspeisen (Motto: Ich esse nichts, was laufen kann), andere erweitern dies noch um alles tierische was schwimmen kann (Motto: Ich esse nichts, das Augen hat), Wieder andere mögen einfach nur den Geschmack von Fleisch nich (Man gestatte mir die Randbemerkung: Jeder aufgeschlossene Carnivor kann bestätigen, dass es unzählige Variationen gibt, Fleisch zuzubereiten, dass es „den Fleischgeschmack“ per se eh nich gibt) und andere (vornehmlich weiblichen Geschlechts) folgen sehr seltsamen Ernährungsberatertipps odder Diät-Richtlinien, die es Ihnen nich gestatten, tierisches Eiweiß zu sich zu nehmen.

Zusammenfassend kann man jedoch sagen, dass jede Form von Vegetarismus eine Einschränkung der Ess- und Einkaufsgewohnheiten mit sich zieht. Solange daraus nicht auch eine Beschränkung des Verhaltens seinen Mitmenschen gegenübber wird, habe ich absolut nichts gegen Leute, die es für besser odder gesünder halten, in ihrer Ernährung auf Fisch / Fleisch und ihre Derivate zu verzichten.

Veganer verzichten ja im Gegensatz zu Vegetariern ja auf jedwede Art tierischer Produkte, abber die Vorstellung neben den oben angesprochenen Sachen auch auf die gesamte Produktpalette zu verzichten, die Milch / Käse odder Eier beinhalten, geht wirklich übber meine Vorstellung einer ausgewogenen Ernährung.

Im demnächst folgenden zweiten Teil zum Thema Fleischesser vs. Vegetarier geht es unter anderem um einige Probleme, die nicht toleranter Fleischverzicht mit sich bringen kann.

Ein an dieser Stelle hier zunächst einmal endender und sich nun ein leckeres Brot mit Salami zubereiten gehender Ausserirdischer

Teil1: Ænema von Tool (Eintrag IV)

Posted in Platten für die Ewigkeit on 22. Juni 2009 by Shumway

Hollera zusammen,

beginnen möchte ich den Reigen um die „Platten für die Ewigkeit“, mit einer Band, welche in meinen Augen noch kein schlechtes Machwerk abgeliefert haben:

TOOL

der Name Prog-Rock klingt ziemlich abgeschmackt, abber innovativ und einzigartig is das schon, was diese Musiker bisher ausnahmslos abgeliefert haben, bereits auf ihren ersten beiden Alben Opiate und Undertow haben sie auf gängige Songstrukturen gepfiffen und dennoch sind die Songs sogar tanzbar, während auf dem Output Lateralus kein einziger Song auch nur annähernd für länger als 1 Minute ein bekanntes Taktmaß aufweist, jedoch die Drums mehr Platz finden als vormals. Bei ihrem letzten Werk 10,000 days sind sie noch einen Schritt weiter gegangen und präsentieren sowohl sehr tanzbare und für Bandverhältnisse eingängige (ich traue es mich kaum zu sagen, ausgestattet mit fast poppig zu nennenden Melodiebögen) Songs, als auch sehr lange mantra-artige Stücke, die ihre wahre Schönheit erst nach mehrmaligem Hören offenbaren.

Ich empfehle gerade für die beiden letztgenannten Veröffentlichungen den Genuss derselbigen im Dunklen mit Kopfhörern und dem Lautstärkeregler empfindlich vor dem Anschlag… whaaaaauuuuuu…

Kenner von Tool werden in der bisherigen Aufzählung einen Longplayer vermissen. Dies is ihr – in meinen Augen – absolutes Meisterwerk Ænema.

Der Hauptgrund, warum ich diesem Output den Titel „bestes Tool-Album“ gebe, liegt an der in meinen Augen perfekten Symbiose der bekannten Elemente, welche die Band Tool ausmacht. Zum einen der Gesang von Frontmann Maynard Keenan. Wie auch auf allen anderen Alben hat er es nich nötig, wie andere Vertreter härterer Gitarrenmusik zu schreien, shouten odder growlen. Er kann auch seiner normalen Singstimme einen bedrohlichen, wütenden odder beruhigenden Unterton verleihen, dabei hat man das Gefühl, als wäre jeder gesungenen Silbe eine besondere Bedeutung zugeteilt. Hinzu kommen noch die gewählten Songtexte, welche gekonnt nie gewollt intelektuell kryptisch wirken, jedoch immer noch genug Raum und Interpretationsspielraum beim Hörer lassen.

Die Musik is bei Ænema noch mehr als bei den anderen Auskopplungen sehr ausgewogen zwischen Eingängigkeit und Vertracktheit, simpel in der Sound- und Effektauswahl dafür komplex in Harmonie und Rhythmik. Gekonnt werden zwischen die eigentlichen Songs kurze Geräuschsequenzen odder kleine eigene Ministücke drappiert (Zum Durchatmen auf dem fast 75 Minuten langen Tonträger). Alles zusammen ergibt ein wahnsinnig gutes Stück Musik jenseits der Chartkompatibilität.

Meiner Meinung haben Tool mit dem Album Ænema einen Meilenstein in der Musiklandschaft hinterlassen, der für mich wirklich einen sehr hohen Platz in meiner Liste der Platten für die Ewigkeit inne hat.

Zuletzt möchte ich noch hinzufügen, dass ich bisher das Vergnügen (und jaaa, das war es jedesmal) Tool zu verschiedenen Stadien ihrer Schaffensphase live auf der Bühne agieren zu sehen und zu bestaunen.  Insgesamt bis dato viermal, sowohl in kleinem Rahmen als auch als Headliner eines Festivals und ich war jedesmal übberrascht, wie es drei Musiker mit Schlagzeug, Gitarre und Bass (der Sänger lässt bis auf wenige Ausnahmen die Finger von den Instrumenten) schaffen, die auf Album komplexen und komplizierten Strukturen live zu präsentieren, als würden ein Dutzend Leute gerade auf der Bühne stehen. Durch die vom Videoproduzenten und Gitarristen des Band Adam Jones künstlerisch umgesetzten begleitenden visuellen Effekte wird ein Tool-Konzert zusätzlich zum akkustischen Ohrenschmaus auch noch zum optischen Erlebnis.

Soo… genug geschwärmt. Weitere Informationen finden sich auf der dreigeteilten Bandwebsite http://www.toolband.com/ und auf den üblichen einschlägig bekannten Portalen.

ein diese Band und alle ihre Alben ungeschränkt empfehlen könnender und vor allem die drei letzten Veröffentlichungen jedem Musiker odder Freund von Gitarrenmusik ans Herz legender Ausserirdischer

Platten für die Ewigkeit – Einleitung & Methode (Eintrag III)

Posted in Platten für die Ewigkeit with tags , on 22. Juni 2009 by Shumway

Hollera zusammen,

nach den ersten Gehversuchen könnte man ja mal anfangen, hier ein wenig mehr Information auf die menschliche Rasse loszulassen. Vorweg sei gesagt, dass ich jeden vorherigen und nachfolgenden Rechtschreibfehler genauestens eingeplant und absichtlich an die jeweilige Stelle drappiert habe, weil… sieht einfach besser aus, jawollja.

Das Problem:

Oftmals wird man mit Fragen konfrontiert, die das Unmögliche von einem wollen. Das Nennen des persönlichen Liebslingssongs, der besten Band, des besten Albums. Da ich persönlich Musik sehr subjektiv und bewusst wahrzunehmen versuche und nicht nur konsumiere sind solche Fragen nie eindeutig zu beantworten sondern immer ein Spiegelbild der aktuellen Gemütslage und Hörgewohnheiten. Gerade bei Musik wäre es den Künstlern und ihren Machwerken gegenüber nicht gerecht, wenn man ihren Namen / ihre Schöpfungen als belanglose Antwort auf diese Frage einfach aufzählt, selbst für solche, die an erster Stelle genannt werden.

Die Lösung:

Da eine Auflistung 1-10 dem Schaffen der meisten Musiker nich gerecht wird, werde ich einfach versuchen, im Laufe der Zeit ein paar Platten bzw. Künstler, die mir (aus welchen Gründen auch immer) sehr wichtig sind ohne Wertigkeit oder Rangfolge vorzustellen.

ein ankündigender Ausserirdischer

Das Twitter-Phänomen (Eintrag II)

Posted in rechtsfreier Raum with tags , on 21. Juni 2009 by Shumway

Hollera zusammen,

dierekt vorweg, bevor es zu Mißverständnissen kommt: Hier geht es nich um eine Abhandlung übber Twitter odder um eine reflektierte Auseinandersetzung mit dem (Un)Sinn dieses Dienstes, sondern um meine Sichtweise zum Thema Followinger vs Follower (Ich bitte, mir diese englisch klingenden, gewählten Bezeichnungen zu verzeihen).

Daher müssen alle hier Lesenden, die mit dem Wort Twitter nichts anfangen können, sich an anderer Stelle schlau machen, was es mit Twitter auf sich hat (und mir freundlicherweise eine Information zukommen lassen – da der Weg via Twitter logischerweise nich in Frage kümmt – wie sie denn bis zu diesem Artikel gelangt sind).

Generell:

Ich bin nun seit Beginn diesen Jahres bei Twitter angemeldet (Hier erfahrt Ihr mehr dazu), habe jedoch erst in den letzten Wochen ernsthaft die 140-Zeichenfolge als Kommunikationsmöglichkeit entdeckt. Mit dem Entdecken von Twitter geht auch das Auffinden und Entdecken von Twitternutzern einher. Es gibt nichts, worübber nich gezwitschert wird. Es gibt ne Menge informatives, lustiges, verstörendes, hilfreiches, langweiliges und störendes Zeugs zu entdecken.

Wer seine Tweets nich schützt, der ist theoretisch unter der eingetragenen URL für alle Welt auffindbar. Alle geistigen Ergüsse sind für jedermann (auch für Nicht-Twitter-Nutzer) nachlesbar. Möchte man nun nich jedesmal die entsprechende URL aufrufen, unter der sich die ganzen Tweets einer Person finden und ist man selber Twitter-User, kann man den Leuten, die man lesenswert findet, auch folgen und die entsprechenden Nachrichten abonnieren. Man ist nun aktiv Followinger des ausgesuchten Users und passiv für diesen ein neuer Follower. Und hier startet das Dilemma / eine Twitterlogik, die sich mir nich erschließen will (Ich bin übrigens nich der einzige, der darübber nachdenkt. Stein des Anstoßes für diesen Artikel hier war der folgende von @mittelalt, ein von mir geschätzter Twitterer, der sich in seinem Blog mit dem followerfriday auseinander gesetzt hat).

Das Phänomen:

Es gibt Leute, die folgen mehreren Tausend anderen. Wie funktioniert das? Die können doch nich ernsthaft die Tweets von einer vierstelligen Personenanzahl im einzelnen nachlesen (Ich folge derzeit 50 Usern und selbst hier kommen zu Stoßzeiten Nachrichten im Sekundentakt hereingeflattert). Ergo stellt sich mir die Frage, warum folgen die diesen Leuten übberhaupt?

Die einzige logische Antwort wäre, dass diese Leute selber gerne so viele Follower wie möglich hätten und diese dadurch erhalten wollen, indem sie mehr odder weniger willkürlich vielen Leuten folgen (ohne sich eigentlich dafür zu interessieren, was diese Leute zu sagen haben), nur um im Gegenzug (frei nach dem bekannten „eine Hand wäscht die andere“-Prinzip) diese Leute als Follower für den eigenen Twitteraccount zu gewinnen (zu generieren trifft es bei manchen wohl eher) .

Warum das so ist? Es scheint ein menschliches Phänomen zu sein, sich übber eine zählbare Einheit, bzw. deren Größe zu definieren und sich voneinander zu differenzieren. Natürlich erhalten stetig „gute“ und aktive Twitterer im Laufe der Zeit immer mehr Zuspruch und eine ansehnliche Verfolgerschar, jedoch weiß auch jeder, der des logischen Denkens fähig ist, dass der Umkehrschluss, die Größe einer Herde sage etwas übber die Qualität des Schäfers aus, ziemlicher Bödfug is.

Es soll sogar Leute geben, die einen Zweit-Account besitzen, mit dem sie dann qualitativ hochwertigen Usern folgen, während der Erstaccount dazu da ist, ein Horde von Verfolgern um sich zu scharen. Dies ist in meinen Augen genauso sinnig, wie die Anschaffung eines Zweitwagens für Alleinstehende.

Ich handhabe es mit dem Verfolgen bei Twitter bislang wie folgt:

Ich folge Leuten, die ich schätze, bzw. deren Gezwitscher mich erheitert, infomiert, interessiert. Ich freue mich übber jeden neuen Abonnenten meiner 140-Zeichen-Gedanken und schaue mir deren Tweets auch in regelmäßigen Abständen immer wieder an. Bei Twitterern, die (mir) empfohlen (meistens am sogenannten followfriday) werden, lese ich mit Interesse deren letzte Tweets und durchforste deren Favorites, um mir ein Bild übber die Person und die von ihr angesprochenen und favorisierten Themen zu machen und entscheide dann, ob ich sie in mein Portfolio von abonnierten Usern mit aufnehme odder nich.

Das Nichtaufnehmen ist jedoch kein Zeichen für Unsympathie, sondern zumeist ein eher abwartender Prozess, da man in der Regel ja nich nach dem ersten Eindruck handeln (und demnach auch nich folgen) soll. Selbst einem sehr lieben Menschen, der mir folgt abber selber hauptsächlich und oft übber Themen twittert, die mich persönlich nich tangieren (Systemadministration, Das Liebesleben von Zwergkaninchen, etc.) werde ich nich folgen, da ich diese Tweets in meiner Timeline eh übberlesen werde.

In letzter Zeit habe ich zwei Follower dazugewonnen, die ihrerseits ihre Tweets als „privat“ gekennzeichnet haben. Dies finde ich nich schlimm abber ein wenig verwirrend, da ich im Grunde genommen nich weiß, wer mir da folgt. Da hier die einzige Möglichkeit, eine Einsicht in deren Gezwitscher zu erhalten, eine Anfrage / Bitte um Freigabe ist, die damit einhergeht, dass ich diesen Personen folgen muss, um zu wissen, was sie so von sich geben, fällt hier die Wahlmöglichkeit des Folgens- odder Nichtfolgens aus meiner Sicht von vorneherein weg.

Bei Leuten, die einen reinen Spam-Account haben odder die sehr offensichtlich darauf aus sind, so viele Follower wie möglich zu generieren, entscheide ich mich meist zwischen direktem Blocken (Mein Lieblingskandidat ist übrigens „Britney Fucked Vids“, den ich bereits unter diversen Usernamen auf die geblockte Liste geschoben habe) und Abwarten (Mal sehen, wie lange der mir folgt, obwohl ich nich zurückfolge).

Fazit:

Ich werde weiter twittern und Leuten folgen, deren twitterischen Ergüsse ich als lesenswert erachte. Des Weiteren freue ich mich logischerweise, wenn andere User mir folgen odder mich gar als folgenswert empfehlen. Dennoch, ist es nich mein Ziel als Twitterer, so viele Follower wie möglich zu erhalten, sondern weiterhin mit Hilfe der 140-Zeichen-Nachrichten relevantes, skurilles, erheiterndes und interessantes zu erfahren und meinen Beitrag zu leisten, ein paar für andere nützliche Tweets zu verfassen.

ein sich nun mal widder nach diesem Wust an Zeichen den kurzen Nachrichten in der Twitterwelt widmender Ausserirdischer

Hollera zusammen (Eintrag I)

Posted in Aller Anfang with tags , on 21. Juni 2009 by Shumway

Hollera zusammen,

nun ist es also soweit. Ich verfasse meinen ersten eigenen Blogpost. Da ich mich mit dieser Materie nich auskenne, kann ich folglich auch nich viel falsch (odder je nach Sichtweise nich viel richtig) machen.

Dementsprechend habe ich auch keinen Grund, mir hier nun einen geistreichen Einleitungstext aus den felligen Fingern zu saugen, sondern kann ohne Reflexion die Gedanken auf den langen und umständlichen Weg zu den mehrheitlich auf der Tastatur ruhenden Fingern schicken, um dort zu einem sich hier manisfestierenden Gewirr aus Zahlen, Zeichen (vornehmlich Kommata und Klammern) und Buchstaben mit krankhaftem Hang zur ortographisch nicht korrekten Doppelkonsonantenverwendung zu werden.

Grüße und Beileidsbekundungen an all diejenigen, welche sich (un)freiwillig hierher verirrt haben. Wer meint, meine Beiträge verreißen, lobhudeln oder – neutral ausgedrückt – kritisieren zu wollen, ist dazu herzlich eingeladen, sofern dabei auf Formalitäten wie die Anrede „Sie“ verzichtet wird. Ich wünsche Euch allen, viel Spaß beim Schmökern der hoffentlich in ihrer Anzahl stetig wachsenden Artikel.

ein sich nun einmal ein paar (un)mögliche Themen und deren Eignung als Blogfüll- und -startmaterial übberlegender und bei Finden derselbigen hier beziehungsweise in den jeweils passenden odder neu anzulegenden Kategorien postender Ausserirdischer

Färöh!

Gordon